„Jugend debattiert“: Gut argumentiert und ausgedrückt

Von: Johannes Bindels
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Gut gemacht: Die Sieger der Regionalausscheidung „Jugend debattiert“ im Kreisgymnasium Heinsberg mit Guido Schins. Foto: Johannes Bindels

Kreis Heinsberg. Das Kreisgymnasium Heinsberg war in Zusammenarbeit mit der Realschule Heinsberg Austragungsort des Regionalverbundwettbewerbs „Jugend debattiert“. 16 teilnehmende Schulen aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg beteiligten sich, um jeweils die besten vier Debattanten der Sekundarstufe I (aus den Klassen 8 und 9) und der Sekundarstufe II (Klassen 10 bis 13) zu küren.

Diese qualifizieren sich dann in der Finalrunde am 21. Februar (Aachen) mit den Plätzen 1 und 2 als Teilnehmer für den Landeswettbewerb im März in Oberhausen. „Die Vorgaben ergeben eine Standardisierung des Verfahrens, vom Debattenablauf bis zur Beurteilung durch die Juroren“, erläuterten Eva-Maria Cockx und Andreas Kludt vom Kreisgymnasium Heinsberg den formalen Rahmen des Wettbewerbs.

Streitfragen gestellt

Im Laufe des Tages hatten die Teilnehmer zwei Debattenthemen zu bewältigen. In der ersten Debatte hieß das Thema „Sollen im Deutschunterricht regelmäßig Gedichte auswendig gelernt werden?“. In der zweiten Debattenrunde lautete es „Soll eine Kennzeichnungspflicht für Massentierhaltung eingehalten werden?“. Debattiert wurde zu viert. Die Pro- und Contra-Positionen wurden ausgelost und jeweils zu zweit vertreten.

Jede Debatte bestand aus drei Teilen. In der Eröffnungsrunde beantwortete jeder Teilnehmer in zwei Minuten die Streitfrage und brachte aus seiner Position die Argumente vor. Einer der beiden Pro-Vertreter hatte die Gelegenheit, in das Thema einzuführen. Im zweiten Teil erfolgte die freie Aussprache, wobei im Wechsel die weiteren Argumente eingebracht oder die Gegenargumente entschärft oder widerlegt werden konnten. Dafür standen zwölf Minuten zur Verfügung.

In der Schlussrunde hatte jeder Teilnehmer die Gelegenheit, noch einmal die Positionen verdichtend aufzuführen. Dass in der Gruppe eine hohe Debattierfähigkeit vorhanden war, konnte erfreulich wahrgenommen werden und könnte als Vorbild für so manche TV-Debatte gelten. In der begleiteten Gruppe zeigten die Schülerinnen und Schüler aus der Betty-Reis-Gesamtschule, dem Cornelius Burgh-Gymnasium in Erkelenz und St. Ursula Geilenkirchen sich hochkonzentriert und motiviert.

Die Juroren (Lehrer und als Juror ausgebildete ältere Schüler) bewerteten die Sachkenntnis (wie Fakten, Detailwissen und Zusammenhänge), das Ausdrucksvermögen (klar, anschaulich und originell formulierend), die Gesprächsfähigkeit (zuhören können, nachfragen und den Gedanken des Gegenübers aufgreifen können) und die Überzeugungskraft (Argumente gewichten und die Debatte nach vorne bringen können). Nach der Auswertung erhielten die Debattenteilnehmer eine Rückmeldung, indem Stärken herausgestellt wurden und Verbesserungsvorschläge durch positive Verstärkung erfolgten.

Die hohe Anerkennungskultur setzte sich auch bei der Verkündung der vier Sieger aus den beiden Altersgruppen fort. „Es sind nicht nur zweimal vier Sieger, sondern alle sind Sieger und alle erhalten eine Urkunde“, läutete Guido Schins als Koordinator „Jugend debattiert“ in der Region Aachen/Heinsberg die persönliche Aushändigung der Urkunden ein, wobei jeder Teilnehmer namentlich genannt wurde und den verdienten Beifall aller Teilnehmer erhielt.

Während in der Altersgruppe Sekundarstufe II mit zwei Teilnehmern aus dem St.-Leonard-Gymnasium und dem Anne-Frank-Gymnasium die Mehrheit aus der Städteregion kam, war es in der Sekundarstufe I umgekehrt. Hier dominierte der Kreis Heinsberg mit drei Siegern – jeweils einmal aus dem Gymnasium Cornelius-Burgh und dem Cusanus-Gymnasium, und er stellte mit der Realschule Heinsberg auch den Sieger.

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