„Jugend debattiert”: Eloquenz mancher Schüler beeindruckend

Von: hewi
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Der Regionalverbundwettbewerb
Der Regionalverbundwettbewerb „Jugend debattiert” wurde in Hückelhoven ausgetragen: 32 Schüler aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg waren mit von der Partie. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Im Hückelhovener Gymnasium wurde wieder einmal um die Wette diskutiert und argumentiert. 32 Schüler aus der Städteregion Aachen und aus dem Kreis Heinsberg hatten sich an ihren Schulen für den Vorentscheid des Regionalverbundwettbewerbs „Jugend debattiert” qualifiziert.

Wer dabei nun die besseren Argumente hatte und sie auch noch gut darzustellen wusste, schaffte den Sprung in das Regionalverbundfinale, das am Dienstag, 28. Februar, ab 18.30 Uhr im Aachener Geschwister-Scholl-Gymnasium ausgetragen wird. Bis zum Bundesfinale im Juni in Berlin ist es aber noch ein weiter Weg...

Der Wettbewerb „Jugend debattiert”, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, wird von Stiftungen aus der freien Wirtschaft getragen und in Kooperation mit der Kultusministerkonferenz und den Kultusministerien der Länder realisiert. Im Regionalverbund aus der Städteregion Aachen und dem Kreis Heinsberg nahmen diesmal zehn Schulen am Wettbewerb teil. „Je motivierter die Lehrer vor Ort sind, umso mehr Schüler trauen sich teilzunehmen”, wusste Regionalkoordinator Guido Rütten aus dem Kreis Heinsberg aus Erfahrung zu berichten. Er zeigt sich immer noch beeindruckt von der Eloquenz (sprich von der Beredsamkeit oder Wortgewandtheit), die manche Schüler an den Tag legen.

Die Zahl der Teilnehmer bei „Jugend debattiert” ist nicht nur stabil, sondern in den letzten Jahren steigend. „Man hat den Wert des Wettbewerbs erkannt und unterstützt ihn an den Schulen”, so Rütten. Denn die Urkunde, welche die Schüler nach der Teilnahme erhalten, sei bei Vorstellungsgesprächen durchaus „ein Pfund”.

Die 32 Schüler aus den Sekundarstufen I und II waren mit Argumenten und Strategien im Gepäck nach Hückelhoven gekommen - und auch mit Erfahrung: So hatte es Vanessa Czomba vom Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen sogar schon einmal bis zum Bundeswettbewerb geschafft.

Keine leichten Nüsse zu knacken

Die Debattanten hatten durchaus keine leichten Nüsse zu knacken. Die Themen - und ob sie als Befürworter oder Gegner einer These auftreten würden - hatten sie im Vorfeld erfahren. In der jüngeren Altersgruppe standen die Fragen „Sollen im Deutschunterricht regelmäßig längere Texte auswendig gelernt werden?” und „Soll im Jugendstrafrecht unabhängig von der Art der Tat ein Fahrverbot als eigenständige Strafe eingeführt werden?” auf dem Plan.

Die Themen wurden ausgiebig pro und kontra beleuchtet. In der zweiten Altersgruppe ging es um die Fragen, ob Jugendoffiziere in den Schulen für den Dienst in der Bundeswehr werben dürfen und ob Jugendliche verpflichtet werden sollten, bereits Altersvorsorge zu betreiben. Dass sich zu jedem der Themen vortrefflich streiten ließ, stellten die Teilnehmer in den einzelnen Debattenrunden unter Beweis.

Dabei waren Gesprächsführung sowie Vorbereitung und Darstellung der Argumente wichtig. Mit Argumenten zu streiten, ist eine Kunst, die auch bei potenziellen Arbeitgebern nicht unterbewertet werde, wie Rütten bei der Bekanntgabe der Ergebnisse noch einmal betonte. Die Teilnehmer hätten schon deshalb gewonnen, weil sie sich getraut hätten mitzumachen. Sie hätten Selbstbewusstsein und Mut bewiesen. „Ihr habt etwas für Euer Leben gelernt. Deshalb geht auch jeder von Euch heute als Sieger nach Hause.” Und acht schafften die Qualifikation für das Finale in Aachen.

„Jugend debattiert”: Wer ist erfolgreich?

Altersgruppe 1 (14 bis 16 Jahre): 1. Moritz Jacobs (Pius-Gymnasium Aachen), 2. Shiwa Ghaie (Couven-Gymnasium Aachen), 3. Eva Louise ­Christiani (Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz), 4. Florian Hölsken (Pius-Gymnasium Aachen).

Altersgruppe 2 (17 bis 23 Jahre): 1. Tobias Paulus (Pius-Gymnasium Aachen), 2. Vanessa Czomba, 3. Jenny Reuters (beide Geschwister-Scholl-Gymnasium Aachen), 4. Marc Mazur (Inda-Gymnasium Aachen).

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