Jugend 24 Stunden lang im Dauereinsatz

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Der Nachwuchs der Freiwilligen
Der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr in Wegberg erlebte eine 24-stündige Schicht einer Berufsfeuerwehrwache und erhielt bei ihrem Dauereinsatz auch Unterstützung von der Erkelenzer Jugendfeuerwehr und der Jugend des THW-Ortsverbands Hückelhoven. Foto: koe

Wegberg. Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Wegberg veranstaltete unter der Leitung von Stadtjugendfeuerwehrwartin Ilka Karduck einen Berufsfeuerwehrtag, bei dem eine eine 24-Stunden-Schicht wie bei einer Berufsfeuerwache nachgestellt.

Dadurch sollten die Jugendlichen einen Einblick in den Berufsalltag erhalten. Für diese 24-Stunden-Schicht hatte die Ausbilder der Jugendfeuerwehr ein umfangreiches Programm erarbeitet. So gab es theoretischen und auch praktischen Unterricht, einen gemeinschaftlichen Küchendienst und natürlich auch sportliche Aktivitäten. Selbstverständlich durften auch die Einsätze nicht fehlen.

Der Berufsalltag begann für die 24 Mitglieder der Jugendfeuerwehr um 7 Uhr im Gerätehaus Klinkum. Zunächst wurden die Feldbetten aufgebaut und das Quartier eingerichtet. Um 7.30 Uhr erfolgte der Dienstantritt mit der Zuweisung der jeweiligen Positionen auf den verschiedenen Einsatzfahrzeugen. Insgesamt standen für den Berufsfeuerwehrtag zwei Mannschaftstransportfahrzeuge, ein Löschgruppenfahrzeug sowie ein Tanklöschfahrzeug zur Verfügung. Zudem wurden die Einsatzkräfte in zwei Gruppen aufgeteilt. Nach einem gemeinsamen Frühstück konnte es ernst werden mit den vorbereiteten Einsatzszenarien.

Im Tages- und Nachtverlauf wurden verschiedene Einsätze eingespielt. So mussten Einsätze wie zum Beispiel Tierrettungen, technische Hilfeleistungen oder auch kleinere Brandeinsätze abgearbeitet werden.

Am Vormittag besuchten der Fachbereichsleiter für Bürgerservice und Sicherheit, Ulrich Schulz und Wehrleiter Dietmar Gisbertz, die Nachwuchsfeuerwehrkameraden im Gerätehaus. Schulz bedankte sich stellvertretend für Herrn Bürgermeister Pillich bei allen Anwesenden für ihr Engagement. Es sei sicherlich nicht selbstverständlich, so viel Zeit in das Ehrenamt zu investieren. Zudem sei er sehr stolz auf die Wegberger Jugendfeuerwehr. Auch Gisbertz bedankte sich bei allen Beteiligten für die investierte Mühe und Zeit und wünschte ein gutes Gelingen.

Alarmstichwort

Höhepunkt war sicherlich der Großeinsatz am Nachmittag. Unter dem Alarmstichwort „verschüttete Person nach Explosion” fuhren die Nachwuchskräfte mit Blaulicht und Martinshorn nach Wildenrath auf das ehemalige Flughafengelände. Dort erhielten sie weitere Hintergrundinformationen. So war ein Gebäude nach einer Explosion komplett eingestürzt, das nebenstehende Gebäude galt als einsturzgefährdet. Zudem wurden mehrere Personen in dem eingestürzten Gebäude als auch in dem angrenzenden Gebäude vermisst.

Schnell wurde der Einsatzleitung klar, dass dieser Einsatz nicht aus eigenen Kräften bewältigt werden konnte. So wurden die Jugendfeuerwehr Erkelenz sowie die Jugend des THW-Ortsverbandes Hückelhoven nachalarmiert. Mit insgesamt 108 Kindern und Jugendlichen konnte die Lage schließlich unter Kontrolle gebracht werden.

Nach einem gemeinschaftliches Grillen am Abend am Gerätehaus in Klinkum konnten alle Teilnehmer ein wenig schlafen und sich erholen - aber nur bis 1.30 Uhr. Denn da wurden die Jugendlichen unsanft durch den Einsatzgong aus dem Schlaf gerissen. Gemeldet wurde ein Flächenbrand an der Friedrich-List-Allee, der durch die Jugendlichen mittels 4 C-Rohren gelöscht wurde.

Ermattet fielen die Jugendlichen wieder in ihre Feldbetten. Doch dauerte die Schlafphase gerade einmal bis 4.30 Uhr morgens. Denn da ertönte erneut der Alarmgong. Die Durchsage ließ nichts Gutes verheißen, denn die Erkelenzer Jugendfeuerwehr benötigte überörtliche Hilfeleistung bei einem Einsatz „Gefährliche Stoffe und Güter”, die Jugend des THW-Ortsverband Hückelhoven war auch bereits vor Ort. Auch diese Übung endet erfolgreich, nach ihrem Abschluss stand ein gemeinsames Frühstück mit allen Beteiligten im Gerätehaus Gerderath auf dem Programm.

Danach ging es zurück nach Klinkum, wo die 24-Stunden-Schicht endete. Müde und abgekämpft wurde das Lager abgebaut und die Jugendlichen von ihren Eltern abgeholt. Eine sehr anstrengende, aber sicherlich interessante „Schicht” ging somit zu Ende.
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