Johlke geht erleichtert, aber ohne Frust

Von: Rainer Herwartz
Letzte Aktualisierung:
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Generationswechsel an der Spitze der Grünen im Heinsberger Rat: Auf Gisela Johlke folgt Birgit Ummelmann.

Heinsberg. 15 Jahre kämpfte sie im Heinsberger Rat für ihre grünen Standpunkte, zehn davon als Vorsitzende der Fraktion, doch in der neuen Legislaturperiode wird sie nicht mehr im Sitzungssaal Platz nehmen. Gisela Johlke räumt ihren Sessel bei Bündnis 90/Die Grünen für Birgit Ummelmann.

Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin wurde jetzt einstimmig zur Fraktionsvorsitzenden gewählt. Regina Schaaf bleibt der Posten der Stellvertreterin, und Gabriele Schößler wird das Trio im Rat wie zuvor komplettieren.

Sie gehe mit Erleichterung, erklärt Gisela Johlke. „Ich meine, ich hätte mich in all den Jahren bemüht, Gegenstandpunkte zu vertreten und musste oft erleben, dass dies unfaire Reaktionen hervorgerufen hat.”

Mit Frust scheide sie dennoch nicht aus dem Amt, sagt die 64-Jährige. Es sei auch Zeit für einen Generationswechsel an der Spitze der Fraktion. „Ich glaube, es kann in der neuen Konstellation eine neue Dynamik entstehen. Ich bin ja nicht weg gedrängt worden, sondern habe meine Nachfolgerin mit aufgebaut.” An der 45-jährigen Birgit Ummelmann aus Aphoven schätzt Johlke „den Mut und die Unerschrockenheit, Dinge anzusprechen. Sie ist zudem lernwillig und lernfähig”.

Trotz der bisweilen kühlen Brise, die sie im Rat der Stadt erfahren habe, ging ihr Humor nicht baden. Im Gegenteil. Erfundene humoristische Kurzgeschichten, die die Wechselfälle des Lebens zum Inhalt haben, sollen künftig aus der Feder der Rentnerin fließen. Und der Politik bleibt sie ebenfalls erhalten, denn in diversen Ausschüssen des Landschaftsverbandes möchte sie auch zukünftig aktiv mitwirken. Ein großer Dank der neuen Fraktion ist Gisela Johlke gewiss.

Die Besetzung der einzelnen Ausschüsse im Heinsberger Rat soll in den nächsten Tagen beschlossen werden. Regina Schaaf: „Dafür stehen uns genügend qualifizierte Sachkundige Bürger zur Verfügung”, so dass weiterhin eine effiziente Arbeit gewährleistet werden könne.

„Wir möchten bürgerschaftliches Engagement fördern und als Sprachrohr für Initiativen und benachteiligte Gruppen im politischen Entscheidungsprozess wirken”, sagt Birgit Ummelmann.

In Anbetracht der knapper werdenden Haushaltsmittel in den Kommunen und Ländern sei es ein erklärtes Ziel der Fraktion, in konstruktiven Dialog mit der Verwaltung und dem Stadtrat zu treten, um die von den Wählern geforderten grünen Inhalte in finanzierbare Projekte umzusetzen. „Das Angebot des neuen Bürgermeisters, Wolfgang Dieder, diesen Dialog zu führen, nimmt die Fraktion gerne an.”
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