Kreis Heinsberg - Jobcenter erwartet etwas mehr Arbeitslose

Jobcenter erwartet etwas mehr Arbeitslose

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Die Wirtschaftsverbände zeichnen überwiegend ein robustes und bei nachlassender Dynamik noch ein günstiges Bild 2013“, erklärte Helmut Nobis, der Geschäftsführer vom Jobcenter Kreis Heinsberg, jetzt im Ausschuss für Gesundheit und Soziales mit Blick auf die regionalen Arbeitsmarkterwartungen im Kreis Heinsberg.

Die Zahl der Arbeitslosen werde voraussichtlich im Bereich des Sozialgesetzbuches II, dem Zuständigkeitsbereich des Jobcenters, in geringem Umfang zunehmen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten werde nach den Prognosen aber auch geringfügig steigen.

Helmut Nobis stellte dem Ausschuss, der unter Vorsitz von Edith Schaaf tagte, das Jobcenter vor. Diese gemeinsame Einrichtung von Kreis und Agentur für Arbeit firmierte bis Ende 2010 noch als sogenannte „Arge im Kreis Heinsberg“.

Die Aufgabe der Jobcenter in Deutschland ist es, Leistungen nach dem SGB II zu gewähren und durch das Prinzip des Förderns und Forderns den betroffenen Personen die Möglichkeit zu eröffnen, ihren Lebensunterhalt künftig aus eigenen Mitteln und Kräften bestreiten zu können.

Fördern und Fordern

Der Geschäftsführer erläuterte den Grundsatz des Förderns und Forderns: Die Grundsicherung für Arbeitsuchende umfasse Leistungen zur Beendigung oder Verringerung der Hilfebedürftigkeit insbesondere durch Eingliederung in Arbeit sowie Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Die Leistungen der Grundsicherung seien insbesondere darauf auszurichten, dass durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt werde oder die Erwerbsfähigkeit einer leistungsberechtigten Person erhalten, verbessert oder wieder hergestellt werde. „Eine erwerbsfähige leistungsberechtigte Person müsse aktiv an allen Maßnahmen zu ihrer Eingliederung in Arbeit mitwirken, insbesondere eine Eingliederungsvereinbarung abschließen“, erläuterte Nobis.

Im Bereich der Eingliederung seien im vergangenen Jahr 3221 Integrationen in Ausbildung und Beschäftigung verzeichnet worden. Zusätzlich seien zahlreiche Arbeitsaufnahmen in geringfügige Beschäftigung (400-Euro-Jobs) erfolgt. Und es habe 2219 Eintritte in arbeitsmarktliche Maßnahmen gegeben. Zwischen November 2011 und Oktober 2012 sei die Zahl der Arbeitslosen im Jobcenter Kreis Heinsberg um 520 Personen (oder 8,7 Prozent) gesenkt worden. Im Kreis Heinsberg gibt es laut Nobis (mit Stand vom September 2012) 8668 Bedarfsgemeinschaften. Darin leben fast 18 000 Menschen, 12415 Arbeitslosengeld-II- und 5445 Sozialgeldberechtigte.

Ausrichtung für 2013

In der geschäftspolitischen Ausrichtung für dieses Jahr hat sich das Jobcenter nicht nur eine Steigerung von Wirkung und Wirtschaftlichkeit beim Maßnahmeneinsatz auf seine Fahnen geschrieben. Vielmehr gehe es auch darum, verstärkt Beschäftigungschancen zu erschließen für Frauen, insbesondere Mütter und Alleinerziehende, für Jugendliche, für Personen mit Migrationshintergrund und für Langzeitleistungsbezieher. Zu den geplanten arbeitsmarktlichen Maßnahmen gehören nicht nur Eingliederungszuschüsse, Fortbildung und Umschulung oder Arbeitsgelegenheiten, sondern auch Projekte wie „Perspektive 50 plus“ (für Ältere), „Bürgerarbeit“ (für zusätzliche und im öffentlichen Interesse liegende Tätigkeiten), „Come U25“ für unter 25-Jährige mit psychosozialen Problemlagen) und „Coaching Center“ (für Neukunden unter 25 und Alleinerziehende sowie Kunden vor Übertritt in den Langzeitleistungsbezug).

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