Jetzt gibt es auch eine Pflege-Mappe als Informationshilfe

Von: jwb
Letzte Aktualisierung:
13603055.jpg
Im Heinsberger Kreishaus: Liesel Machat, Volkhard Dörr, Jürgen Köllmann, Gerda Hermes und Stephan Pusch mit den Materialen von Vorsorge-Mappe über Notfallmappe bis zur neuen Pflege-Mappe. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Der Dreiklang an Informationshilfen des Kreises Heinsberg für die Lebenslagen, in die Menschen im Falle einer beeinträchtigten Selbstständigkeit geraten können, ist fertiggestellt.

Nach der Vorsorge-Mappe und der medizinischen Notfallmappe haben Landrat Stephan Pusch, seine Allgemeine Vertreterin und Sozial­dezernentin Liesel Machat, der Leiter der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung, Volkhard Dörr, und die Mitarbeiter der Pflegeberatungsstelle des Kreises Heinsberg, Gerda Hermes und Jürgen Köllmann, die neue Pflege-Mappe vorgestellt.

„In den eigenen vier Wänden bleiben wollen“, dies sei der Wunsch der betroffenen Menschen, die durch Krankheit, Unfall oder Alter in ihrer Selbstständigkeit beeinträchtigt seien, erklärte Landrat Stephan Pusch. Mit der Pflege-Mappe sei insbesondere dem Informationsbedürfnis der Menschen geholfen, die Beratung und Unterstützung als Pflegedürftige benötigen würden. Gerda Hermes und Jürgen Köllmann als Mitarbeiter der Pflegeberatungsstelle stünden zur Verfügung, um über die Finanzierbarkeit der notwendigen Pflege, Entlastungsmöglichkeiten und Pflegetechniken zu beraten.

An der Erstellung der Pflege-Mappe waren Hermes und Köllmann beteiligt, die insbesondere auf die Veränderungen durch das Pflegestärkungsgesetz hinwiesen. Da sei der aktuelle Beratungsbedarf sehr hoch. Die Pflege-Mappe gebe dazu erste übersichtliche Informationen, auch zu den Veränderungen der Einstufungskategorien. Der Wechsel in der Einstufung des Pflegebedürftigen – von drei Pflegestufen hin zu fünf Pflegegraden – werde dem Grundgedanken ­„ambulant vor stationär“ mehr gerecht.

„Die Pflegeberatungsstelle des Kreises Heinsberg ist trägerunabhängig, neutral und dezentral im Einsatz. Die Mitarbeiter können im Kreishaus angesprochen werden, kommen bei Bedarf aber auch nach Hause und beraten individuell“, führte Dezernentin ­Liesel Machat aus.

Der Kreis Heinsberg schaffe mit seiner Sozialraumplanung die Umsetzung der notwendigen Strukturen für den demografischen Wandel. Dazu gehöre der Aufbau einer sozialraumorientierten Pflegestruktur, die sowohl die Umsetzung des Kerngedankens, ambulante gehe vor stationärer Hilfe, wie auch die Umsetzung des Wunsches, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu wollen, ermögliche, sagte Volkhard Dörr, Leiter der Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung, in der auch die Pflegeberatungsstelle angesiedelt ist. Die drei Mappen sind Bausteine dieser Umsetzung.

In der neuen Pflege-Mappe erhalten Interessierte Antworten auf die Fragen, wer Pflege erhalten kann, wie und durch wen die Pflegebedürftigkeit festgestellt wird, wo Hilfe zur Pflege beantragt wird, was das alles kostet. Die Pflegeberatungsstelle des Kreises Heinsberg ist im Kreishaus in Heinsberg an der Valkenburger Straße 45 zu finden und zu erreichen entweder unter Telefon 02452/130 oder per Mail an pflegeberatungsstelle@kreis-heinsberg.de. Die Pflegemappe ist dort ebenso erhältlich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert