Jeder Haushalt in Schleiden ist Vereinsmitglied

Von: Dettmar Fischer
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Höhepunkt des Festaktes zum 30-jährigen Jubiläum der Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden war die Ehrung der Gründungsmitglieder durch den Vorsitzenden Guido Schlun (r.), in der Mitte Ehrenvorsitzender Heinrich Palmen. Foto: defi

Heinsberg-Schleiden. Die Jugend zu fördern und die Dorfgemeinschaft zu pflegen - das hat sich die Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden auf die Vereinsfahne geschrieben. Und sie tut dies nun schon seit 30 Jahren.

Die „J und I”, wie der Verein auch kurz genannt wird, feierte den 30. Jahrestag der Vereinsgründung mit einem kleinen Festakt im Rahmen des Sommerfestes auf dem Bolzplatz in Schleiden.

Zum Auftakt versammelte sich die Dorfgemeinschaft zu einer Messe an der Dorfkapelle, die Pastor Konrad Mohr leitete. Anschließend auf dem Bolzplatz konnte der Vereinsvorsitzende Guido Schlun zahlreiche Gäste begrüßen, darunter als Vertreter der Stadt Heinsberg Hermann Rademächers, den Kreistagsabgeordneten Herbert Esser und den Ortsringvorsitzenden Matthias Lambertz, der gleichzeitig den Taktstock beim Trommler- und Pfeifercorps „Einigkeit” Schafhausen schwang, das den musikalischen Part des Abends bestritt.

Guido Schlun dankte in seiner Begrüßungsansprache den vielen Schleidener Bürgern, die über 30 Jahre hin für den Verein und die Dorfgemeinschaft gearbeitet haben. Heinrich Palmen ist heute Ehrenvorsitzender der Jugend- und Interessengemeinschaft Schleiden und war als Geschäftsführer und Kassierer aktiv an der Gründung des Vereins beteiligt.

„Es war am 8. August 1980 an einem Freitagabend”, so erinnerte sich Heinrich Palmen, „einige Herren aus Schleiden saßen in der damaligen Gaststätte Zur Dorfschänke, für Insider bei Hubert und Nelly, auf dem Hof bei einem kühlen Glas Jever.” Hermann Palmen gesellte sich damals, nicht ahnend, was da noch auf ihn zu kommen würde, hinzu. „Set dich mar ens”, forderte man ihn auf, „du kann„s uns det schriftliche make.” Und das tat Hermann Palmen denn auch und blieb dem Verein 30 Jahre lang verbunden, wie so viele Schleidener. 60 Haushalte hatte Schleiden 1980 und alle 60 wurden Vereinsmitglieder.

Eigentlich hatte man in Schleiden gar keinen Verein gründen wollen, ein paar Jugendliche hatten für die Dorfbevölkerung schon zwei Jahre lang ein Sommerfest ausgerichtet, doch nun sollte ein Gebilde geschaffen werden, in dem Jugendliche und Erwachsene zusammen arbeiten und gemeinsam Verantwortung übernehmen konnten. Der Name des Vereins wurde noch am selben Abend bei Hubert und Nelly im Hof gefunden und bis heute beibehalten. Einige Wochen später folgte dann doch die Eintragung ins Vereinsregister, um das „Gebilde” auf feste Füße zu stellen.

Heute hat der Verein 160 Mitglieder und richtet nicht nur das Sommerfest aus, sondern mit der „Alten Schule” als Zentrum der Vereinsaktivitäten ein Schulfest, Ortsturniere, das Kapellenfest, den Kinderkarneval, und er sorgt vor allem für Leben im Dorf. Heinrich Palmen fügte an: „So lange wir es schaffen, als kleines Dorf Schleiden selbst für unser Dorf uns einzusetzen und zu sprechen, dies gilt sowohl im öffentlichen städtischen Bereich als auch in der Propsteigemeinde und im Ortsring, wird in Schleiden das Zusammenleben lebendig bleiben. Helfen wir mit, dass es weiter heißt: die Schleidener haben immer ihre Anliegen selber in die Hand genommen und gelöst.”

Gefeiert wurde das Dorffest mit allem, was dazu gehört: Livemusik, Grillstand, Hüpfburg, Kutschfahrten und Luftballonwettbewerb für die Kinder, einem Tuppturnier und einer Verlosung.
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