Erkelenz - Jeden einzelnen Kilometer verkauft

Jeden einzelnen Kilometer verkauft

Von: syn
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Vor dem Start zur Wanderung waren die Schüler noch voller Elan. Hinterher? Na Foto: Wichlatz

Erkelenz. Eine Schule in Bewegung: Auch in diesem Jahr machten sich die 560 Schüler sowie 60 Lehrer und Mitarbeiter der Hauptschule am Zehnhofweg für die gute Sache auf den Weg. Organisiert wird der Benefiz-Marsch von den beiden Lehrern Josef Adams und Peter Essers.Gemeinsam mit gut einem Dutzend Kollegen betreiben sie die Eine-Welt-AG der Schule.

Neben dem Verkauf von fair gehandelten Produkten und einem Second-Hand-Laden sind die regelmäßigen Märsche ein Schwerpunkt der Arbeit.
Die Schüler waren gerne dabei. „Alles ist besser als Schule”, meinte ein älterer Schüler beim Abmarsch der Klassen.

Gestartet wurde in einem Abstand von sieben Minuten. Vorneweg ging die Klasse 5a unter der Leitung von Eva Baars und Maria Henkel. Die Schüler trugen ein Transparent mit dem Motto des Hilfswerkes Misereor „Solidarität geht!”

Über Tenholt, Baal, das Nachtigallenta, Granterath und Commerden führte der festgelegte Kurs. Dabei konnten die Klassen selber aussuchen, ob sie acht, 14 oder 18 Kilometer „abreißen”. Jeden einzelnen Kilometer hatten sie zuvor für 50 Cent an Nachbarn, Freunde und Verwandte verkauft.

Deshalb war es wichtig, sich an jedem Kontrollpunkt bestätigen zu lassen, dass man tatsächlich dort war. Ein System, mit dem die Eine-Welt-AG der Schule schon einiges zusammenwandern konnte. „Ihr leistet mehr als die Spieler bei der WM in Südafrika”, gab Pfarrer Günter Jentges den Schülern mit auf den Weg. „Die laufen nämlich statistisch nur 13 Kilometer pro Spiel”.

Schulseelsorgerin Maria Bubenitschek erklärte, dass die Schüler durch ihr Engagement zeigten, dass es nicht egal sei, wie es anderen Menschen irgendwo auf der Welt gehe. Sie forderte sie auf, auch weiterhin „über den Tellerrand zu schauen” und die Augen nicht zu verschließen.

Im vorigen Jahr waren es knapp 10 000 Euro, die am Ende für das Schulprojekt „Butterfly” im indischen Delhi gespendet werden konnten, nachdem die erlaufenen Kilometer bei den „Käufern” in bare Münze umgetauscht worden waren.

Neben dem Projekt in Indien, für das die AG schon seit Jahren spendet, werden auch Projekte vor Ort ausgewählt, die finanziell unterstützt werden. Welches das genau sein wird, wird noch festgelegt, sobald die genaue erwanderte Summe feststeht.
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