Ist es bald vorbei mit dem friedlichen Idyll?

Von: Franz Severins
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Noch vermitteln die Mühle, Ki
Noch vermitteln die Mühle, Kirche und Rosen-Eis - die drei Wahrzeichen Haarens - ein friedliches Idyll. Nach Willen der Verwaltung soll der Friede auch in der Bevölkerung noch nach dem 19. Oktober herrschen, aber ob die Ratsherren das Vorantreiben der neuen geplanten Baugebiete im Haarener Feld mittragen, bleibt abzuwarten. Foto: Franz Severins

Waldfeucht. Beim Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Waldfeucht hat das Haarener Feld wieder Anlass zu zahlreichen Diskussionen gegeben.

Neben der Einleitung des förmlichen Aufhebungsverfahrens des ursprünglichen Bebauungsplanes Nr. 33 „Im Haarener Feld”, wurde dem Rat mehrheitlich auch ein neuer Aufstellungsbeschluss im Bereich Haarener Feld Ost empfohlen, mit dem Ziel, Wohnbauflächen zu schaffen. Dabei soll aber die weitere Umsetzung des Beschlusses dem Bau- und Planungsausschusses vorbehalten sein.

Zudem stellte Sandra Nelis vom Planungsbüro VDH den ersten Planentwurf „Haarener Feld West” vor. In diesem ersten Entwurf sollen auf einer 11.000 Quadratmeterfläche ein Wohngebiet mit 13 Wohneinheiten von je 600 bis 800 Quadratmetern entstehen, letzterer wurde von den Mitgliedern einstimmig zur Kenntnis genommen.Der Planentwurf soll nun in einer Bürgerversammlung am Mittwoch, 19. Oktober, um 19 Uhr in der Aula der Verbundschule der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Schnell wurden die ersten Bedenken in der Runde geäußert. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jörg van den Dolder, sagte: „Hoffentlich wird das Baugebiet nicht zweimal geplant.” Denn dieses Szenario könnte eintreten, falls es eine Klage gegen das Aufhebungsverfahren gegeben würde. Damit könnte dann der ursprüngliche Bebauungsplan für das gesamte Plangebiet wieder gültig werden. Und dem würden dann die zwei neue Baugebiete im Westen und Osten des Areals gegenüber stehen. Deshalb glaubte auch Reiner Grefen von der UBG, dass es besser wäre, zuerst das Aufhebungsverfahren bis zu Ende zu führen, bevor die beiden neuen Plangebiete vorangetrieben werden. Das wäre aber fatal für die Bauwilligen, denn laut Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen, könne das Aufhebungsverfahren ein bis zehn Jahren dauern.

„Zweifel aus dem Weg räumen”

Fachbereichsleiter Herbert Thißen versprach den Mitgliedern: „Für die nächste Sitzung werde ich unseren Rechtsbeistand für das Aufhebungsverfahren einladen”, damit auch die letzten Zweifel aus dem Weg geräumt werden könnten. Er glaubt, dass die Verwaltung bei ihren persönlichen Gesprächen 95 Prozent der Anlieger für die geplanten Baugebiete ins Boot holen konnte. Es stelle sich die Frage: Was können die restlichen fünf Prozent bewirken, falls diese nicht einverstanden sind?

Bei der nächsten Sitzung des Rates der Gemeinde Waldfeucht am Dienstag, 4. Oktober, um 19 Uhr, in der Dorfhalle Brüggelchen, Ecke Dorfstraße/Schiersweg, wird es um das Haarener Feld gehen.

Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem die Aufstellung von Verkehrsberuhigungselementen im Ortsteil Schöndorf und die Kanalisierung der Brauereistraße in Haaren.
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