Interreligiösen Dialog fördern

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Kreis Heinsberg. Welche Religionsgemeinschaften bestehen neben der katholischen Kirche vor Ort in den einzelnen Gemeinden? Gibt es Kontakt und wenn ja, in welcher Art und Weise?

Dies waren die zentralen Fragen bei der Vollversammlung des Katholikenrats der Region Heinsberg im Pfarrheim Ratheim zum Thema „Interreligiöser Dialog”.

Ehe die einzelnen Mitglieder von ihren Erfahrungen des Ist-Zustands berichteten, gab Dieter Griemens vom Bischöflichen Generalvikariat, Hauptabteilung Pastoral/Islam/Migration einen Überblick über die Grundlagen im Glauben der Muslime und darüber, welche Dokumente wegweisend sind für einen Dialog mit den Muslimen.

Dabei stellte er die fünf Säulen des Islam heraus, den Unterschied zwischen den Sunniten, denen 85 Prozent aller Muslime angehören, und den Schiiten.

Er erklärte, dass das Bekenntnis zum alleinigen Schöpfergott und zu seinem letztgültigen Propheten die wesentlichen Elemente sind, die den islamischen Glauben begründen und dass das Heilige Buch der Muslime der Koran ist. Für Muslime sei ein dreifaltiger und Mensch gewordener Gott nicht vorstellbar.

GriemensÔ Angaben zufolge sind etwa 25 Prozent der Muslime in Verbänden und Gruppierungen sowie Gemeinden organisiert. Die wichtigsten islamischen Organisationen wurden von ihm benannt wie der im Kreis Heinsberg seines Wissens nach nicht vertretene Islamrat, der Zentralrat der Muslime, der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion in Köln, kurz DITIB genannt, als die größte islamische Organisation in Deutschland und der Dachorganisation von türkisch-islamischen Kulturvereinen.

Am Ende seiner Ausführungen nannte Griemens Möglichkeiten, wie Christen und Muslimen näher zusammenrücken können zum Beispiel durch Besuche und gemeinschaftliche Aktionen. „Oft sind es lange Jahre, die man nebenher zusammenlebt. Dies aufzubrechen, ist nicht einfach.”

Dies war der Einstieg für die Mitglieder zu reflektieren, welche Religionsgemeinschaften in ihren Gemeinden bestehen und ob ein interreligiöser Dialog stattfindet. Dabei stellte sich heraus, dass es im Kreis Heinsberg neben einer portugiesischen Mission und Anhängern von Freikirchen auch viele Muslime gibt.

Der interreligiöse Dialog zeigt sich in ökumenischen Gottesdiensten, Arbeitskreisen, einem polnischen Messangebot für Erntehelfer, dem Fest der Nationen in Hückelhoven und einem Frauenprojekt mit muslimischen Frauen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass noch viel mehr auf dem Gebiet des interreligiösen Dialogs getan werden kann.
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