Internationaler Frauentag: Leichtigkeit ist diesmal angesagt

Von: kalauz
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„Rolle vorwärts“: Mit diesem Programm wartet Karin Berkenkopf in der Rolle der Frieda Braun am 6. März in der Hückelhovener Aula auf.
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Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet Heinsberg freut sich auf den Internationalen Frauentag 2016.

Kreis Heinsberg. Die Gleichstellungsbeauftragten wollen ein wenig abrücken vom gängigen Klischee. Nein, Frauen sind nicht immer streng und ernst, wenn es darum geht, auf ihre Rechte in der Gesellschaft zu pochen. Und ja, Frauen wollen auch gerne mal lachen, sich selbst wie auch andere auf die Schippe nehmen – aber bitte mit Niveau.

Die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet Heinsberg hat deshalb aus Anlass des Internationalen Frauentages 2016 die Kabarettistin Karin Berkenkopf alias Frieda Braun verpflichtet, die am Sonntag, 6. März, in der Aula des Hückelhovener Gymnasiums auftreten wird.

„Wir setzen in diesem Jahr ganz bewusst auf Leichtigkeit“, sagt Linda Vieten-Wyen, die bei der Stadt Hückelhoven mit der Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten betraut. In den vergangenen Jahren habe man Veranstaltungen beispielsweise zum beruflichen Wiedereinstieg oder zur Pflege im Alter angeboten. Jetzt wolle man das Thema der Gleichstellung von Frau und Mann mal von einem anderen Blickwinkel aus betrachten.

Deshalb hat man die Sauerländerin Karin Berkenkopf verpflichtet. Sie ist mit ihrer Figur Frieda Braun auch aus dem WDR-Format „Ladies Night“ bekannt. „Rolle vorwärts“ betitelt sie ihr Programm, mit dem sie in der Hückelhovener Aula zu sehen sein wird. Die Fragen, die sie darin aufwirft, ohne eine endgültige Antwort darauf zu geben, sind von ungeheurer gesellschaftspolitischer Bedeutung – weit über die Geschlechtergrenzen hinaus: „Wie begrüßt man sich ohne Ansteckungsgefahr, wenn eine Grippewelle anrollt?“, zum Beispiel. Oder auch: „Welche Kräuter und Tiere aus heimischen Gefilden sind essbar, wenn die Eurokrise uns in Armut stürzt?“ Und: „Was tun, wenn der Partner nur noch faul im Sessel sitzt?“ Da ist schon eine gehörige Portion ausgefeilten Wortwitzes ebenso wie ein starkes Minenspiel dringend nötig, um sich bei den möglichen Antworten nicht in gängigen Klischees zu verstricken.

Bei der Beantwortung solcher und ähnlich wichtiger Lebensfragen sind Frieda Braun „Experten“ aus ihrem Bekanntenkreis wie etwa die ehemalige Krankenschwester Erik oder der Hundebesitzer Rudi behilflich – auch da wird streng auf geschlechterspezifische Parität großen Wert gelegt.

Schließlich wolle man, sagt Petra Büschgens, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Heinsberg, ein wenig verschmitzt in sich hinein lächelnd, „auch beim Kabarett die Kommunikation von Frauen und Männern untereinander fördern“.

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