Kreis Heinsberg - Interkulturelles Zentrum im Kreis Heinsberg eröffnet

Interkulturelles Zentrum im Kreis Heinsberg eröffnet

Von: hewi
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In Hückelhoven an der Martin-Luther-Straße: Das Interkulturelle Zentrum im Kreis Heinsberg wurde eröffnet.

Kreis Heinsberg. Der Verein Türkischer Arbeitnehmer ist Träger des Interkulturellen Zentrums (IKZ) im Kreis Heinsberg, das in den Räumen des Vereins in Hückelhoven an der Martin-Luther-Straße offiziell eröffnet wurde.

Dort wollen unter anderem eigens ausgebildete Integrationslotsen den Bürgern mit Migrationshindergrund mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Arbeitnehmerverein arbeitet eng mit dem Diakonischen Werk und der Stadt Hückelhoven zusammen. Kooperationspartner sind die Integrationsagentur, die Migrationsberatung und die Flüchtlingsberatung.

Neben Hilfe im Umgang mit Behörden und Dolmetscherdiensten bietet das IKZ auch Informationen zur Bildung und Zusammenarbeit mit den Fachdiensten, dem Kreis und den Kommunen an. Auch sogenannte niederschwellige Integrationsangebote wie Frauenkurse, Hausaufgabenhilfen oder Sprachkurse sollen den ausländischen Bürgern helfen, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden und trotzdem ihre kulturelle Identität nicht zu verlieren.

Der Leiter des Interkulturellen Zentrums, Sati Tavsan, betonte, dass der Service-Point nur der Anfang sei. Ziel des interkulturellen Handelns sei es, dass alle an den gesellschaftlichen und kulturellen Angeboten teilhaben könnten. Gemeinsam könne man eine Atmosphäre schaffen, in der alle Menschen gleich behandelt würden und gleiche Chancen hätten. Neben dem Augenmerk auf die Integration der Jugend dürfe auch die Situation der älteren Menschen mit Migrationshintergrund nicht vergessen werden.

Für den Kirchenkreis Jülich betonte Superintendent Jens Sannig, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. Dies müsse auch gelebt und aktiv umgesetzt werden. Daher sei die Mitarbeit und Unterstützung des IKZ für die evangelische Kirche selbstverständlich. Das Ziel der sozialen Teilhabe aller könne nur durch ein differenziertes Programm erreicht werden. Das IKZ müsse ein „Zentrum der offenen Begegnung” werden, in dem „die Türen für die Herzen der Menschen” offen stehen.

Auch der Integrationsbeauftragte des Kreises, Theo Grein, betonte, dass Integration ein „dauerhafter und langfristiger Prozess” sei. Er werde auch von den Kommunen und Vereinigungen vor Ort umgesetzt. Die Vielfalt kultureller Lebensformen sei wichtig für eine Gesellschaft. Doch Chancen müssten nicht nur geboten, sondern auch von den Betroffenen ergriffen werden. Die Stadt Hückelhoven sei der beste Standort im Kreis für das IKZ.

Bürgermeister Bernd Jansen erklärte, dass Vielfalt eine Bereicherung für die gesamte Bevölkerung darstelle. „Die kulturelle, sprachliche und religiöse Vielfalt birgt Chancen für alle.” Dass Hückelhoven als Standort gewählt wurde, freue ihn. Vor allem, weil Integration ein zentrales Thema der Stadtentwicklung sei und bleibe.

Das neue Interkulturelle Zentrum in Hückelhoven an der Martin-Luther-Straße 1 bietet auch einen Info-Point. Dort können Bürger mit Migrationshintegrund Tipps und auch Hilfe im Umgang mit Behörden von ehrenamtlichen Integrationslotsen bekommen. Diese wurden für diese Aufgabe ein Jahr lang geschult und vorbereitet.

Christian Ehlers vom Diakonischen Werk überreichte den ersten Lotsen ihre Urkunden bei der Eröffnung des IKZ in den Räumen des Türkischen Arbeitnehmervereins. Er bezeichnete das Lotsenteam als „Herzstück” des Zentrums. Diese Integrationslotsen erhielten ihre Zertifikate: Sevim Daban, Sevim Keles, Feride Rüber, Natalia Braun, Sedighe Ansar, Feriya Karaman, Mahmut Kocak, Ayhan Öztürk, Ismet Cavdar, Recep Sönmez, Adem Sönmez, Alexander Böttcher, Erkan Tavsan, Coskun Sezgin und Aktas Bayram.

Ihre Arbeit im Info-Point des IKZ nehmen sie am Montag, 5. Oktober, auf. Der Info-Point ist montags bis donnerstags von 9.30 bis 11.30Uhr besetzt. Terminvereinbarungen sind möglich: Tel. 02433 - 97 36 78 oder info@ikz-heinsberg.de.
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