Interkulturelle Woche: Erkelenz und Hückelhoven bekennen Farbe

Von: Christian Bosten
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Hückelhoven/Erkelenz. „Herzlich willkommen - wer immer du bist”, so lautet das Motto der interkulturellen Woche, die bundesweit am 23. September eröffnet wird. Stellvertretend für den Kreis Heinsberg werden sich bis zum 29. September die Städte Hückelhoven und Erkelenz an dieser Aktion beteiligen.

Die Interkulturelle Woche ist ein Kooperationsprojekt, das von den Kirchen sowie von muslimischen und jüdischen Organisationen getragen wird. Gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rechtsextremismus bildeten die weiteren Teilnehmer Arbeitskreise, um diese Themenwoche zu veranstalten, die sich besonders an Kinder, Jugendliche und Schulen richtet. Der Schwerpunkt liegt in den Themenstellungen Fremdenfeindlichkeit sowie Rassismus und leitete sich aus den jüngsten Entwicklungen rund um die rechtsextremistische Terrorzelle in Zwickau ab.

Birgit Fluhr-Leithoff vom Gymnasium Hückelhoven führt dazu aus, dass sich die Schule von Anfang an aktiv mit dieser Thematik beschäftigt habe. Den Entwurf zum Plakat zur Interkulturellen Woche erstellte Max Knoll, Schüler des Hückelhovener Gymnasiums. Gleichzeitig zeigt sich die Schule, die sich nachhaltig gegen Rassismus positioniert, für den Auftakt am 23. September um 18 Uhr sowie für die Abschlussveranstaltung verantwortlich.

Am 29. September um 17 Uhr heißt es „Farbe bekennen” - kreativ mit Musik, Bild und Text gegen Rechts. Neben einem Auftritt der Musical-AG, die das literarische Werk „Andorra” von Max Frisch, das sich mit dem Thema Antisemitismus befasst, präsentieren wird, findet die Prämierung des Wettbewerbs „Farbe bekennen” statt.

Beste Beiträge werden prämiert

Im letzten Schuljahr war die Schülerschaft aufgefordert, anhand von Zeichnungen, Karikaturen oder Kollagen in Din-A4-Format Farbe gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit zu zeigen. Die besten 15 Beiträge werden dann zum Abschluss der Interkulturellen Woche prämiert und auf Postkarten gedruckt sowie in der Schule ausgehängt.

Daneben wird die Autorin Nuran Joerissen am 24. September um 18.30 Uhr im Interkulturellen Zentrum aus ihrem Buch „Süßer Tee” vorlesen. Untermalt wird diese Veranstaltung vom Berufskolleg Erkelenz, das sich mit Ausschnitten aus einem selbst geschriebenen Musical beteiligt.

Das Stück stammt aus der Feder des Berufsschullehrers Sebastian Schade, der bei diesem Ausschnitt auf die unterschiedlichen Wertvorstellungen eingeht und sich mit der Fragestellung beschäftigt: „Darf meine muslimische Tochter einen deutschen Freund haben?”

Einem schulinternen Antirassismus-Workshop schließt sich am 27. September um 20 Uhr im Interkulturellen Zentrum ein Fachvortrag zum Thema „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” von Prof. Dr. Beate Küpper an. Zum Tag des Flüchtlings am 28. September findet ab 10 Uhr ein Besuch in einem Übergangswohnheim in Kleingladbach statt.

Laut des Integrationsbeauftragten der Stadt Hückelhoven, Heinz-Josef Schmitz, sollen die Schüler durch diese Begegnung sensibilisiert werden. Um 19 Uhr lädt der Theaterabend „Herzkeime” in die Friedenskirche Ratheim ein.

Vom 23. bis 28. September ist die Ausstellung des Integrationsprojekts, die vor zwei Jahren in Hückelhoven ins Leben gerufen wurde, im Erkelenzer Berufskolleg zu sehen.
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