Interesse am Mutmach-Kurs ist groß

Von: syn
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Die vornehmlich türkische Teilnehmerinnen am Deutschkurs des Interkulturellen Zentrums in Hückelhoven gingen nach dem Abschluss auf Reisen. Sie besuchten das Haus der deutschen Geschichte in Bonn. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Rund 70 zumeist türkische Frauen haben den „Mutmach-Sprachkurs” absolviert, den die Diakonie gemeinsam mit den beiden islamischen Gemeinden in Hückelhoven und dem türkischen Arbeitnehmerverein auf die Beine gestellt hat.

Drei Monate lang hatten die Frauen den niederschwelligen Deutschkurs besucht und 100 Stunden absolviert. Dass sie dabei keine Schwellenangst hatten, lag sicher daran, dass die Kurse in den Gemeinderäumen der Moscheen in Hückelhoven und Wassenberg stattfanden. Auch die Anwesenheit der türkischen Dolmetscherin Sevim Daban half vielen der Teilnehmerinnen, den Mut aufzubringen.

Organisiert wurde das Kursangebot von Christian Ehlers, dem Leiter der Integrationsagentur. Zur Teilnahme ermutigt wurden die Frauen, die oftmals schon jahrelang in Deutschland leben, vor allem durch die Gemeinden.

„Um den Alltag in Deutschland bewältigen zu können, müssen die Frauen die deutsche Sprache beherrschen”, erklärt Adem Onur von der Türkisch-Islamischen Union” (DITIB). Seine Gemeinde stellte gerne Gemeinderäume für den Unterricht zur Verfügung.

Auch der türkische Arbeitnehmerverein unterstützt das Kursangebot. „Integration beginnt in der Familie”, betont auch Mehmet Yilmaz vom Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ). Daher sei es wichtig, die Frauen mit den Sprachangeboten zu erreichen. Denn sie seien es, die die Sprache in die Familie tragen. Im Gegensatz zu den Männern täten sich viele Frauen jedoch schwer damit, die neue Sprache zu erlernen. Doch sei der Wunsch nach Integration bei den Frauen groß.

Nach der Beendigung des Kurses der Diakonie wollen nun viele Frauen den offiziellen Integrationskurs besuchen. Bisher war bei vielen Frauen aufgrund der mangelnden Grundsprachkenntnisse die Hemmschwelle zu hoch. Für die Einbürgerung sind Sprachkenntnisse auf einem genau definierten Niveau notwendig. Dieses wollen die Frauen nun erlangen.

Im kommenden Jahr starten die nächsten niedrigschwelligen Kurse voraussichtlich im September. Sollte einem Antrag auf vorzeitige Gewährung der Mittel durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlingsfragen (BAMF) stattgegeben werden, könne man schon im März mit dem zweiten Kurs starten, ist sich Ehlers sicher.

Das Interesse ist da, denn bisher liegen rund 150 Anfragen von Frauen vor, die gerne mitmachen wollen.
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