Integrationszentrum macht Sprache zum Thema

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Kreis Heinsberg. Die „Mehrsprachigkeit als Normalfall“ bot den ebenso interessanten wie aktuellen Themenansatz für eine Informationsveranstaltung des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Heinsberg.

Vertreter von rund 50 Kitas, der Jugendämter, diverser Beratungsstellen und des Sprachtherapeutischen Dienstes des Kreises hatten die Einladung angenommen, um Näheres zu diesem Themenbereich zu erfahren, der durch das Flüchtlingsgeschehen zusätzliche Aktualität erhalten hat.

Mit der Sozialarbeiterin und Romanistin Livia Daveri war die derzeitige Dezernentin im Bereich „Frühe Bildung“ in der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren bei der Bezirksregierung Arnsberg zu Gast. Sie ist seit vielen Jahren im Bereich sprachliche Bildung und Migration tätig und zeigte in ihrem Referat auf, warum Mehrsprachigkeit der Normalfall ist und welche Schlüsse und Forderungen daraus für die Pädagogik im Elementar- und Primarbereich zu ziehen sind.

Vor dem Fachvortrag hatten der Leiter des Amtes für Bildung und Kultur, Helmut Nobis, sowie der Leiter des Kommunalen Integrationszentrums, Bernd Laprell, die Gäste begrüßt. Beide betonten, dass mit dieser Veranstaltung ein klarer Impuls für die Mehrsprachigkeit gesetzt werden solle. Gerade im Hinblick auf die Flüchtlinge sei Mehrsprachigkeit wichtig. Migranten, die sich in Deutschland niederlassen wollen, sollten zweifelsohne Deutsch lernen. Dies bedeute aber nicht, die Muttersprache des Herkunftslandes und damit einen Teil dieser Kultur aufgeben zu müssen. Für die Kinder bedeute Mehrsprachigkeit – wissenschaftlich belegt – einen Entwicklungsvorteil.

Eine höhere Flexibilität und Sprechfertigkeit, höhere Anpassungsfähigkeit und Aufgeschlossenheit Neuem gegenüber werde durch Mehrsprachigkeit gefördert, legte die Organisatorin der Veranstaltung, Michaela Feiter vom Kommunalen Integrationszentrum, dar. Die zahlreichen Teilnehmer werteten die Veranstaltung als ausgesprochen hilfreich. Die davon ausgehenden Impulse, Ideen und Anregungen sollen nun verstärkt in der alltäglichen Arbeit aufgegriffen werden, wobei das Kommunale Integrationszentrum diesbezüglich ein ständiger Partner ist.

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