Integrationspreis würdigt unermüdlichen Einsatz von Heinz und Inge Fiegen

Von: agsb/red
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Herausragendes Engagement gewürdigt: Inge und Heinz Fiegen aus Höngen werden mit dem Integrationspreis 2017 der Sparkassen-Stiftung ausgezeichnet. Foto: Heinz Eschweiler

Kreis Heinsberg. Eine sehr gute Resonanz konnte die Sparkassen-Stiftung auf die in diesem Jahr zum vierten Mal veranstaltete Ausschreibung zur Vergabe des Integrationspreises erzielen. Mit diesem Preis werden diejenigen gewürdigt, die sich in besonderer Weise für die Förderung der Integration im Kreis Heinsberg einsetzen.

Einstimmig entschied sich die Jury, den mit 2500 Euro dotierten Integrationspreis 2017 an die Eheleute Heinz und Inge Fiegen zu vergeben.

Insgesamt wurden im Zeitraum April bis Juni 24 Vorschläge eingereicht. Da Personen und Institutionen teilweise mehrfach vorgeschlagen wurden, konnte die Jury, bestehend aus dem Stiftungsvorstand, Mitgliedern des Kuratoriums sowie Redakteuren der lokalen Zeitungen, aus insgesamt 15 potenziellen Preisträgern auswählen.

Heinz Fiegen setzt sich bereits seit dem Jahr 1992 für Asylbewerber im Selfkant ein. Damals trug er unter anderem in Gesprächen mit der Gemeindeverwaltung dazu bei, dass die auf dem Gelände der ehemaligen Löwensafari in Tüddern untergebrachten Asylbewerber in ein Gebäude der ehemaligen Molkerei in Höngen umziehen konnten.

Seit mehr als 25 Jahren steht das Haus der Familie Fiegen für die Menschen offen, die vor Krieg und Terror aus ihren Heimatländern geflohen sind. Heinz Fiegen unterstützt sie bei Behördengängen, ist Initiator von Deutschkursen, sammelt Spenden oder verteilt von Supermärkten zur Verfügung gestellte Lebensmittel. In den vergangenen Jahren wird er dabei tatkräftig von seiner Frau Inge unterstützt. Gemeinsam betreiben die Eheleute ein Lager, aus dem sie gesammelte Kleidung, Möbel, Fahrräder und weitere Dinge des täglichen Bedarfs an Hilfesuchende ausgeben.

„Alle Vorgeschlagenen leisten wertvolle Arbeit zur Integration von Flüchtlingen und zeigen großes Engagement in diesem für unsere Gesellschaft weiter wichtigen Thema“, zeigte sich der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Sparkassendirektor Thomas Pennartz, erfreut über den guten Zuspruch. „Aus diesem Grund möchte ich zunächst allen Engagierten in der Flüchtlingshilfe danken. Die Qualität und Fülle der Vorschläge hat gezeigt, wie viel ehrenamtliches Engagement bei der Bewältigung dieser großen Aufgabe im Interesse der Menschen – der Flüchtlinge und der Gesellschaft hier vor Ort – vorhanden ist.

Die Preisverleihung kann nur einen herausheben, soll aber möglichst alle motivieren, sich weiter einzusetzen. Es lohnt sich“, so Pennartz. „Letztlich hat sich das Engagement der Eheleute Fiegen vor allem mit Blick auf die Dauer, die Vielfalt und den persönlichen zeitlichen Einsatz aus den Vorschlägen hervorgehoben“, begründete er die Entscheidung der Jury.

Obwohl Heinz Fiegen und seine Gattin Inge von der Nominierung für den Integrationspreis gewusst hatten, kam die Nachricht von der Auszeichnung überraschend. Und das liberale Urgestein Heinz Fiegen gab Lob und Dank direkt weiter: „Da sind so viele Menschen, die ebenfalls hervorragende Arbeit machen.“

Noch am Mittwochmorgen hatte er eine anstrengende Tour zurückgelegt. „Die Asylbewerber sind teilweise junge, traumatisierte Menschen, die aus einer ganz anderen Kultur kommen. Da gibt es schon mal Stress – aber die Arbeit macht Spaß“, so der Preisträger. „Und die Nachricht von der Auszeichnung hat mich gleich wieder aufgebaut.“

Am Nachmittag machte er sich dann gleich wieder an die ehrenamtliche Arbeit. Davon gibt es genug, denn: „Unsere Garage steht immer offen, und oft stehen da Sachen drin, von denen wir nicht wissen, wer sie gespendet hat.“ „Ich danke den vielen Helfern und Unterstützern für das sehr große Vertrauen. Die gespendeten Sachen sind in sehr guten Händen und werden gerecht verteilt.“

In die richtigen Hände kommt auf jeden Fall der Integrationspreis der Sparkassen-Stiftung. Die offizielle Preisverleihung wird im Rahmen einer Feierstunde stattfinden.

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