Integration ist schon lange kein Fremdwort mehr

Von: hewi
Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven. Aus gegebenem Anlass fand die Sitzung des Ausschusses für Soziales, Senioren und Integration nicht wie gewohnt im Ratssaal statt. Vielmehr waren die Ausschussmitglieder in das Interkulturelle Zentrum (IKZ) an der Martin-Luther-Straße eingeladen worden.

Denn auf der Tagesordnung standen auch die Projekte im Rahmen der kommunalen Integrationsarbeit. Das Zentrum wurde vom Verein türkischer Arbeitnehmer gegründet und leistet aktive im Sinne der Integration, wie Sati Tavsan im Namen des Vereins zur Begrüßung betonte. Der Verein wurde 1965 gegründet und ist einer der ältesten Migrationsvereine in Deutschland. Heute ist er Teil des kreisweiten Netzwerkes zur Förderung der Integration.

Im IKZ wird ein Infopoint der Integrationsagentur angeboten, wo auch Beratungen durchgeführt werden. Allein in diesem Jahr waren es bisher rund 200. Dabei wird eng mit den entsprechenden Ämtern zusammengearbeitet. Obwohl das IKZ vom Land gefördert wird, sei in diesem Jahr eine Unterdeckung von rund 10.000 Euro zu erwarten, wie Tavsan erklärte.

Um das Angebot auch zukünftig aufrecht erhalten zu können, sei das IKZ auf weitere Fördermittel und Spenden angewiesen. Ein Wink mit dem Zaunpfahl, der bei Politik und Verwaltung - Kämmerer Helmut Holländer saß auch mit am Tisch - durchaus ankam.

Der städtische Integrationsbeauftragte Heinz-Josef Schmitz stellte die Projekte im Rahmen der Integrationsarbeit in Hückelhoven vor. Es handelt sich um ein breitgefächertes Angebot, bei dem teilweise auf bereits bestehende Angebote aufgebaut werden kann. Fortgesetzt wird die Schulung der Integrationslotsen durch die Integrationsagentur des Kreises im IKZ.

Niederschwellige Kursangebote

Weiterhin auf dem Programm stehen auch Vorlese- und Bildungspatenschaften sowie niederschwellige Kursangebote für Frauen wie die Nähkurse oder das Chorprojekt „Anstimmen”, die sich in Kooperation mit dem Familienzentrum Traumland an Frauen unterschiedlicher Herkunft wenden.

Das Rucksackprojekt, bei dem die Mütter gemeinsam mit ihren Kindern die deutsche Sprache erlernen, im Familienzentrum Traumland wird derzeit von 20 Teilnehmern wahrgenommen. An der Burg ausgeweitet werden. Mit der Gleichstellungsbeauftragten und der Bundesagentur für Arbeit wird im Familienzentrum Traumland ein Kurs angeboten, der Migrantinnen fit machen soll für den Wiedereinstige in den Beruf. Besonders gefördert wird auch die Kontaktpflege der katholischen Frauengemeinschaft mit den Frauen der Moscheegemeinde an der Hilfarther Straße.

Erste Erfolge gab es bei der landesweiten Initiative „Lebensretter gesucht”, die Bürger mit Migrationshintergrund für den Dienst bei der Feuerwehr begeistert werden. Die Feuerwehren in Baal, Hückelhoven und Ratheim vermelden bereits entsprechende Beitritte.

Geplant ist auch eine Verstärkung der Integrationsmaßnahmen in Sportvereinen, wie die Familiale beim SV Roland Millich. Für die Integrationsarbeit in Hückelhoven sei das IKZ von entscheidender Bedeutung, betonte Schmitz im Rahmen der Präsentation der laufenden und geplanten Maßnahmen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert