Inklusion: Lehrer fordern Nachbesserung

Von: koe
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Auf der Mitgliederversammlung der GEW wurden mehrere Mitglieder geehrt: Lambert Wigger für 50 Jahre, Peter Kreies für 45 Jahre, Klaus Zweschper für 40 Jahre, Brigitte Schliwa und Mathilde Girthen für 35 Jahre, Petra Dirksen, Manfred Ehmig und Hubert Frenken für 30 Jahre und Astrid Tjardes für 25 Jahre. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Hückelhoven stand die Inklusion, der Streik im Jahr 2015 und die aktuelle Auseinandersetzung um eine höhere Eingruppierung der Lehrkräfte.

Die GEW-Kreisvorsitzende Marlene Klotz erklärte: „2016 wird es weiterhin eine systematische Bestandsaufnahme an allen Schulen in NRW zur schulischen Inklusion geben, um die derzeitigen Rahmenbedingungen der schulischen Inklusion so zu verbessern, dass die Qualität der Arbeit an den Schulen nicht gefährdet wird.“

Die Schulen bräuchten nach eigenen Angaben „mehr Stellenressourcen sonderpädagogischer Förderung, mehr Zeitressourcen für Absprachen und Beratung und mehr und bessere Räume“. Marlene Klotz: „Nur mit einer starken Gewerkschaft können wir die berechtigten Forderungen der Lehrkräfte durchsetzen.”

„Verfassungswidrig“

Die GEW erneuerte ihre Forderung nach einem stärkeren Engagement der Landesregierung für einen Eingruppierungstarifvertrag, der die Bezahlung der Tarifbeschäftigten in den Schulen deutlich verbessert. Sie forderte eine gerechte Bezahlung, denn noch immer verdienten die Angestellten bis zu 500 Euro im Monat weniger als ihre beamteten Kolleginnen und Kollegen.

Klaus D. Lange betonte: „Landesregierung und Landtag müssen zeitnah gesetzgeberisch initiativ werden, um die in Teilen verfassungswidrige Besoldung der Lehrerinnen und Lehrer zu korrigieren. Ein im Auftrag der GEW NRW verfasstes Gutachten belegt, dass die unterschiedliche Besoldung gleichwertiger Lehrämter verfassungswidrig ist.“

Im Rechenschaftsbericht des GEW-Kreisvorstands hob Marlene Klotz hervor, dass im Gegensatz zu anderen Ortsvereinen im Kreis Heinsberg nicht nur die Zahl der Mitglieder gehalten sondern ausgebaut worden sei. Vor zehn Jahren waren etwa 350, heute sind 420 Lehrerinnen und Lehrer im Kreis in der GEW organisiert.

Nach dem Rechenschaftsbericht wurden Kassierer und Vorstand von der Versammlung einstimmig entlastet. Abschließend zeigte der Erkelenzer Kabarettist Dominik Mercks in einem kurzen Sketch, wieso er eigentlich der falsche Künstler für eine Lehrer-Veranstaltung ist. Er zeigte gekonnt, was die Liebhaber der gepflegten Unterhaltung immer wieder von ihm erwarten können. Der langanhaltende spontane Applaus der GEW-Mitglieder war verdienter Lohn.

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