Infoveranstaltung: Wer bekommt wie viel Pflegegeld?

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Erkelenz. Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, um eine Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können? Welche Leistungen bekommt der Pflegebedürftige?

Dies waren die zentralen Fragen bei der Informationsveranstaltung „Leistungen der Pflegeversicherung” in der Caritas-Pflegestation (CPS) Erkelenz, zu der die CPS Erkelenz und das Johanniter-Stift Erkelenz als Kooperationspartner eingeladen hatten.

Die wichtigsten Fakten nannte Hans-Willy von Kann von der AOK Rheinland. Seinen Ausführungen zufolge sind Personen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung pflegebedürftig, die für die gewöhnlichen und regelmäßigen Verrichtungen des täglichen Lebens wie Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung auf Dauer in erheblichem Maße Hilfe brauchen.

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit trifft die zuständige Pflegekasse, die den MDK (Medizinischen Dienst) oder einen externen Gutachter bestellt, der ein Pflegegutachten erstellt. Sie trifft die Entscheidung über die Pflegestufen.

Die Pflegestufe eins liegt vor bei einem täglichen Pflegeaufwand von 90 Minuten, wobei auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mehr als 45 Minuten entfallen müssen. Bei der Pflegestufe zwei muss der Pflegeaufwand 180 Minuten betragen. Ist jemand schwerstpflegebedürftig mit der Pflegestufe drei, so muss der Pflegeaufwand fünf Stunden betragen. Entscheidend ist zudem, dass eine nächtliche Pflege mit mindestens einem Einsatz erforderlich ist.

Übernehmen Angehörige oder Bekannte die häusliche Pflege, erhalten sie ein Pflegegeld von 235 Euro, bei Pflegestufe eins; 440 Euro bei Pflegestufe zwei und 700 Euro bei Pflegestufe drei. Die Pflegekasse zahlt zudem bis zu 2750 Euro für Umbaumaßnahmen, die zur Verbesserung der Pflege dienen. Sie übernimmt auch die Kosten bei der stationären Kurzzeitpflege sowie bei der Verhinderungspflege bis zu vier Wochen im Jahr in Höhe von 1510 Euro, wenn eine Ersatzkraft bezahlt werden muss. Reicht die häusliche Pflege nicht mehr aus, so wird oft eine vollstationäre Pflege notwendig. Monatlich werden dafür Pauschalbeträge seitens der Kasse gezahlt und zwar in der Pflegestufe eins bis zu 1023 Euro, in der Pflegestufe zwei bis zu 1279 Euro und bei der Pflegestufe drei bis zu 1550 Euro sowie in Härtefällen 1918 Euro.
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