Informationsveranstaltung zu Demenz in der Begegnungsstätte

Von: defi
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Caritas-Geschäftsführer Gottfried Küppers (r.) hieß im Namen des Verbunds „Starke Partner – Pflegenetz“ die Referenten und das Mitarbeiterteam der Informationsveranstaltung „Tag der Demenz“ in der Begegnungsstätte Heinsberg willkommen. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Man könne es auch so sagen: „Wenn man in Deutschland an Demenz und Altersschwäche denkt, denkt man an Christian Müller-Hergl.“ Mit diesen schönen Lobesworten rollte Hastenraths Will, erfolgreicher Landwirt, charismatischer Ortsvorsteher und einziger A-Promi der Region, den roten Teppich für den Referenten der Informationsveranstaltung „Tag der Demenz“ aus.

Der Verbund „Starke Partner – Pflegenetz im Kreis Heinsberg“ richtete den Infoabend in der Begegnungsstätte Heinsberg aus. Der überaus große Besucherzuspruch unterstrich die Aktualität dieses Themas.

Während Hastenraths Will alias Comedian Christian Macharski das Thema Demenz mit einer tüchtigen Prise Humor in die Mitte des Lebens rückte, blieb an diesem Abend auch noch genügend Zeit für ernste Gedanken – und manch ein Angehöriger wird hoffentlich gestärkt in den Pflegealltag zurückgekehrt sein.

Als „Nachschlagewerk zum Nachgucken“ gäbe es „für umsonst als Geschenk“, so Hastenraths Will, am Ausgang für alle Besucher den frisch gedruckten Demenzfächer. Den legte frisch gedruckt der Verbund „Starke Partner – Pflegenetz“ nach intensiver Arbeit der Öffentlichkeit vor.

Josef Aretz, Leiter des Katharina-Kasper-Heims in Gangelt und Vorsitzender des Marketing-Kreises des Verbunds, erläuterte den Demenzfächer, der sich tatsächlich auch als kleiner Fächer im manchmal sicher stressigen Pflegealltag eignen würde. Es handelt sich um eine qualitativ hochwertige Broschüre über mehrere Seiten mit Hilfen für den alltäglichen Umgang mit von Demenz betroffenen Menschen in einem handlichen Taschenformat.

Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, hatte im Namen des Verbunds „Starke Partner – Pflegenetz“ in die Veranstaltung eingeführt und darauf verwiesen, dass zurzeit in Deutschland circa eine Million demenzkranke Menschen lebten, für 2030 rechne man bereits mit 1,7 Millionen Erkrankten. Küppers: „Auch vor diesem Hintergrund ist ein öffentliches Umdenken dringend nötig.“

Demenz sei ein ungelöstes Problem, das nicht nur die Gesundheits- und Sozialpolitik vor große Herausforderungen stelle, sondern auch unser aller Verständnis und Mittun verlange.“ Gottfried Küppers: „Wir alle haben hier eine gemeinsame zivilgesellschaftliche Verantwortung für ein Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen.“

In einem Interview mit Petra Mittenzwei vom Demenz-Servicezentrum Region Aachen/Eifel und Dr. med. Christian Isensee, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Kreis Heinsberg sowie Chefarzt der Klinik für Geriatrie des Hermann-Josef-Krankenhauses Erkelenz, wurde die Vielschichtigkeit der Demenz-Erkrankung und ihrer Auswirkungen deutlich.

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