Haaren - In Haaren staunen selbst die Ur-Bayern

In Haaren staunen selbst die Ur-Bayern

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
Impressionen aus Haaren: Die D
Impressionen aus Haaren: Die Damen hatten sich in Schale geschmissen. Unten links schließt Dr. Gotthard Kirchner (3.v.l.) die Augen, als Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen das Fass ansticht. So ganz traute er der Sache wohl nicht. Aber der Bürgermeister erwies sich als „schlagfertig”. August Kirchner und Zeltwirt Willi Schellartz sind Zeugen. Die unvermeidlichen Folgen des Fassanstichs sind unten rechts zu sehen. Foto: agsb

Haaren. „Dees is a Wahnsinn”, staunten die Musiker der Gruppe Blechblosn aus dem Alpenland. 16 Tage waren sie beim Oktoberfest in München im Einsatz, bevor sie nach Haaren kamen. Sie wissen also, wovon sie sprechen.

Frontmann Anderl Laubert staunte beim ersten Einsatz vor zwei Jahren nicht nur über die Massen im Super-XXL-Zelt. „Wenn hier einer ohne Alpentracht kommt, fällt er fast schon auf”, sagte Anderl Laubert auch diesmal mit Blick auf die tollen Lederhosen der männlichen Besucher. Und beim Anblick der schicken Mädels in ihren Dirndln wurden seine Augen auch immer größer - eines schöner als das andere. „Kein Unterschied zu der Wiesn”, hatte Laubert bereits vor zwei Jahren konstatiert, auch in diesem Jahr schlug sein Herz wieder höher.

Am Freitagabend startete das 48. Oktoberfest zunächst in ruhigen Bahnen. Gegen 19.45 Uhr konnten sich die Kellner und Bedienungen an den beiden langen Theken sowie in Zeltmitte sammeln und auf den Abend einstimmen. So langsam füllte sich dann das Zelt.

Über 200 Ehrengäste

Das Festkomitee, bestehend aus dem Karnevalsverein Kluser Pappmule, dem Musikverein Haaren, und der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Haaren mit Vorsitz von Dr. Gotthard Kirchner, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste, inzwischen ist die Zahl 200 gesprengt. Wo man hinschaute, auch bei den Ehrengästen konnten viele Trachten gesichtet werden. Die meisten machten darin eine gute Figur. Ob Landrat Stephan Pusch, der Landtagsabgeordneter Bernd Krückel oder viele weitere Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik - sie alle erlebten einen bombastischen Start des Oktoberfestes.

Kirchner begrüßte einen Freund ganz besonders: Hans Naber, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde und mittlerweile 93 Jahre alt ist, seit 48 Jahren dabei und fiebert wie das Festkomitee dem 50. Fest entgegen. „Die Ideen sind schon im Kopf, die Planungen beginnen bald”, so Kirchner.

Er bedankte sich bei den Anwohnern, diese erlebten drei Tage lang den Ausnahmezustand in Haaren. Ein Dank ging auch an die Feuerwehr und die zahlreichen Helfern und Vereine.

Zug durch das Festzelt

Nach der Begrüßung eröffneten das Trommler- und Pfeiferkorps sowie der Musikverein aus Haaren das Oktoberfest und zogen durch das Festzelt. Anschließend schritt Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen zur Tat: Er nahm den Holzklotz, drei gezielte Schläge auf den Zapfhahn und das Bier schäumte. Die zweite Maß war schon blonder, die dritte perfekt. „Ozapft is”, rief Schrammen durchs Mikrofon und das ganze Zelt hob die Bierkrüge unter den Klängen von Blechblosn. Die bayrische Band legte los, brachte das Zelt schon zu früher Stunde zum Kochen.

Es wurde voller und voller, ganze Busladungen schienen auch noch zu späterer Stunde zu kommen. Der Andrang nahm kein Ende. Auch Samstag war erwartungsgemäß und das heißt: Erneut war ein Durchkommen im Festzelt schwierig.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert