Immer mehr Windkraft, Biogas und Solarstrom

Von: disch
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Solarstrom ist in Zeiten der E
Solarstrom ist in Zeiten der Energiewende gefragter denn je: Auch auf der ehemaligen Kreismülldeponie in Wassenberg-Rothenbach könnten Fotovoltaik-Anlagen errichtet werden. Foto: ddp

Kreis Heinsberg. Ein Klimaschutzkonzept für den Kreis Heinsberg ist angedacht, zahlreiche Maßnahmen in puncto Energie wurden oder werden aber bereits jetzt umgesetzt. Dies war der Tenor im Ausschuss für Umwelt und Verkehr, als über gemeinsame Anträge von CDU und Grünen beraten wurde.

Die Verwaltung hatte - wie gewünscht - die Voraussetzungen für eine „Regionale Analyse der Energiebedarfs- und -verbrauchssituation und der damit verbundenen klimarelevanten Emissionen im Kreis Heinsberg” zusammengestellt. Die Fraktionen wollen diese umfassenden Informationen nun erst einmal beraten.

Interkommunale Zusammenarbeit wird angestrebt. Die Verwaltung, die dazu tendiert, weitere Maßnahmen von noch ausstehenden Landesvorgaben wie Klimaschutzgesetz und Rechtsverordnung abhängig zu machen, will derweil abklären, ob die Vorab-Erstellung einer Bestandsaufnahme als Ist-Analyse die Förderung eines Gesamtkonzepts gefährden würde. Ein solches Konzept dürfte zwischen 100.000 und 150.000 Euro kosten.

Die Verwaltung hatte auch skizziert, welche Maßnahmen im Kreis bereits vollzogen sind und werden: Da wurden die energetische Sanierung von Kreisgebäuden und die Nutzung erneuerbarer Energie genannt, Bürgersolarmodell und Deponiegasverstromung, Veranstaltungen wie Bioenergie-Forum und Projekte wie Ökoprofit. Der Ausbau des Schienen- und Radwegenetzes wurde ebenso aufgeführt wie die Tatsache, dass Windkraft-, Biogas- und Fotovol­taik­anlagen „auf dem Vormarsch” sind. 130 Windkraftanlagen gibt es im Kreis; acht weitere sind im Genehmigungsverfahren. Der Kreis Heinsberg liegt mit dem Kreis Soest an der Spitze, was die Dichte an Windkraftanlagen pro Quadratkilometer angeht. Mit einem dreifach höheren Wert als im Landesschnitt.

Vollzogen hat die Verwaltung die geforderte Prüfung, ob die ehemaligen Kreismülldeponien in Wassenberg-Rothenbach und in Gangelt-Hahnbusch für die Errichtung von Solaranlagen geeignet sind. Während die Eignung in Hahnbusch nach Einschätzung der Verwaltung aufgrund der deponietechnischen Situation nicht gegeben ist, wird der 5,5 Hektar große Altkörper der Deponie Rothenbach aufgrund der vorhandenen Oberflächenabdichtung als geeignet angesehen.

Jetzt soll - unabhängig von einer Realisierungsentscheidung - erst einmal Planungs- und Baurecht geschaffen werden. Dafür sind mindestens vier Monate veranschlagt. Derzeit ist an der Deponie nur eine Netzeinspeisekapazität von 0,75 Megawatt gegeben, geeignet ist die Fläche aber für zwei Megawatt. Dafür wäre aber eine neue Leitung über rund dreieinhalb Kilometer erforderlich - mit Kosten im sechsstelligen Bereich.

Mit Netzbetreiber NVV sollen die Möglichkeiten der Netzeinspeisung und der Anerkennung durch die Bundesnetzagentur (als möglicher Kostenträger ­einer Netzerweiterung) abgestimmt werden. Schließlich müsste noch die Frage des Betreibermodells geklärt werden: Soll die Fläche an eine Bürgersolargenossenschaft oder ein privates Solarunternehmen verpachtet werden? Oder soll der Kreis das Vorhaben in eigener Regie über eine Stiftung oder eine Projektgesellschaft realisieren?
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