Immer mehr Einbrüche, aber kein einziger Banküberfall

Von: disch
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Den Einbrechern Zeit stehlen: Sicherheitsmaßnahmen machen Dieben das Leben schwer. Foto: ddp

Kreis Heinsberg. Die Gesamtkriminalität ist im Kreis Heinsberg im vergangenen Jahr um 668 Fälle (oder 4,0 Prozent) auf 16004 Straftaten zurückgegangen. Die Aufklärungsquote stieg leicht von 47,6 auf 47,9 Prozent.

Mit einer Kriminalitätshäufigkeitszahl (dies ist die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner) von 6231 liegt der Kreis weit unter dem NRW-Wert von 8075. Diese Zahlen gab der Leiter der Direktion Kriminalität, Kriminaloberrat Stephan Wey, bei einem Pressegespräch am Freitag im Heinsberger Kreishaus bekannt.

Ein großes Sorgenkind und auch ein Schwerpunkt der Arbeit in diesem Jahr ist das Deliktfeld der Wohnungseinbrüche. Kreisweit stieg deren Zahl von 726 auf 804. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag sie noch bei 494. Auch wenn erfreulicherweise 349 der 804 Taten im Versuch stecken blieben, was laut Wey beweist, dass Sicherungsmaßnahmen an Wohnhäusern Wirkung erzielen, gibt es im Kreis weit mehr Einbrüche als im Landesschnitt:

313 pro 100.000 Einwohner im Kreis, 211 pro 100.000 Einwohner in NRW. Vor allem reisende Banden vermutet die Polizei hinter den Tätern. Um die nur bei gut zehn Prozent liegende Aufklärungsquote in diesem Bereich zu verbessern, sei insbesondere die Spurensuche am Tatort intensiviert worden: mit verstärktem und geschultem Personal. Aber auch mit Schwerpunkteinsätzen an Brennpunkten werde reagiert, so Wey.

Die Zahl der Sexualdelikte war bereits 2007 in die Höhe geschnellt (auf 246) und blieb auch 2008 mit 244 Fällen auf hohem Niveau. Dass der Wert im Kreis deutlich über dem NRW-Schnitt liege, sei auf spezielle Ermittlungen im Bereich der Kinderpornographie im Internet zurückzuführen, erklärte Wey.

Es gab auch erfreuliche Entwicklungen: So sanken die Zahlen für Gewaltdelikte von 565 auf 529, Straßenkriminalität von 4818 auf 4235, Straftaten, bei denen Schusswaffen mitgeführt wurden, von 70 auf 52, Körperverletzungsdelikte von 1385 auf 1329 sowie Diebstähle von 7766 auf 7072.

Zwar stieg die Zahl der Raubdelikte von 108 auf 119 an, doch bemerkenswert war die Tatsache, dass es 2008 keinen einzigen Raubüberfall auf Banken oder Sparkassen im Kreis gab. 2005 war noch die extrem hohe Zahl von 33 Taten verzeichnet worden.
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