Immer mehr Abfall aus dem Kreis Heinsberg wird verwertet

Von: disch
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Ein Bild mit Symbolcharakter: Müllentsorgung ist bekanntlich ein großes Geschäft. Im Kreis Heinsberg sinken aber nicht nur die Hausmüllmengen, sondern auch die Gebühren. Foto: Stock / Ralph Peters

Kreis Heinsberg. Nicht nur die Müllgebühren sinken im Kreis Heinsberg, sondern auch die Menge des Mülls, der letztlich in einer Verbrennungsanlage landet, geht zurück. Dies geht aus der Siedlungsabfallbilanz hervor, die von der Kreisverwaltung im Ausschuss für Umwelt und Verkehr präsentiert wurde. Immer mehr Abfall wird verwertet.

Zwar ist das Abfallaufkommen von 143.847 Tonnen Gesamtgewicht im Jahr 2012 deutlich auf 152.709 Tonnen im Jahr 2013 angestiegen, doch zur thermischen Behandlung in ­einer Müllverbrennungsanlage mussten im vergangenen Jahr – statt 42.462 Tonnen wie im Jahr 2012 oder sogar 43.725 Tonnen wie noch im Jahr 2009 – nur noch 41.110 Tonnen angeliefert werden. Der Restmüll aus dem Kreis Heinsberg wird ­einerseits in der MVA Weisweiler (Städteregion Aachen), andererseits seit April 2013 aber auch in der MVA Asdonkshof (Kreis Wesel) verbrannt.

Im Vergleich zwischen 2013 und 2012 ist das Hausmüllvolumen von 35.147 auf 34.934 Tonnen zurückgegangen. Beim Sperrmüll war ebenfalls eine deutliche Abnahme festzustellen: von 3975 auf 3071 Tonnen. Bei einer Gesamteinwohnerzahl von 249.778 (einschließlich Streitkräfte) ergab sich ein Pro-Kopf-Aufkommen an Haus- und Sperrmüll von 152,2 Kilogramm; ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 156,3 Kilo. Auch die von Kleinanliefern zur Beseitigung selbst angelieferte Müllmenge ist gesunken: von 2502 auf 1891 Tonnen.

Hingegen gibt es im Bereich der Verwertung enorme Zuwächse, was Johannes Weuthen aus dem Umweltamt des Kreises als „sehr positiv“ bewertete: So wurden deutlich mehr Grün-, Garten- und Bioabfälle verwertet: 2012 waren es noch 33.247 Tonnen, 2013 schon 35.081 Tonnen. Die Bauabfälle zur Verwertung sind von 18.928 auf 25.972 Tonnen in die Höhe geklettert. Auch beim Altholz gab es ein Plus: Da stieg die Tonnenzahl von 6509 auf 7181 an. Weitgehend konstant geblieben sind die Tonnenangaben für Papier, Pappe und Karton (20.881), Altglas (5690), Leichtverpackungen (6457), Elektronikschrott (588) und Altmetall (247).

Unter dem Strich sind mehr als 107.000 Tonnen aus dem Gesamtabfallaufkommen in die Verwertung gelangt, während gut 41.000 Tonnen zur Verbrennung gefahren werden mussten. 165 Tonnen waren als Sonderabfälle aus Haushalten und Schulen zu entsorgen. 492 Tonnen asbesthaltige Baustoffe, Gipsabfälle oder Dämmmaterial landeten auf Fremddeponien. Blieben noch knapp 3600 Tonnen übrig: Dies sind die um rund 500 Tonnen angestiegenen „Sortierreste“ aus dem Bereich der Leichtverpackungen, sprich nicht verwertbare Bestandteile aus gelben Säcken oder gelben Tonnen.

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