Selfkant - Imkerverein Selfkant überzeugt mit Fleiß und Qualität

Imkerverein Selfkant überzeugt mit Fleiß und Qualität

Von: Stefan Klassen
Letzte Aktualisierung:
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Fleißiges Völkchen: Die Bienen leisten in der Natur wertvolle Arbeit. Foto: imago/blickwinkel
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Gute Leistungen: Jaap van Veldhuisen (l.) und Klaus Wambach mit ihren Medaillen.

Selfkant. Den Nachwuchs für sein Hobby zu begeistern, das ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Jaap van Veldhuisen wird nicht müde, das zu betonen. Denn Internet, Smartphone und Co. machen auch van Veldhuisen und seinen tüchtigen Kollegen vom Imkerverein Selfkant mächtig Konkurrenz.

„Viele Kinder haben heutzutage halt andere Interessen“, klagt Vorstandsmitglied van Veldhuisen, 66.

Er weiß, wovon er spricht. Schließlich kennt er das Imker-Metier seit mehr als drei Jahrzehnten in- und auswendig. Unzählige Stunden hat er seinem Hobby mitsamt der Vereinsarbeit bereits geopfert, dabei auch Nachwuchsimkern das naturgegebene Zusammenspiel von Bienen und Blüten in Theorie und Praxis vermittelt – und selbst seine Fertigkeiten stets verbessert.

Was dazu geführt hat, dass Jaap van Veldhuisen am vergangenen Samstag in Köln-Auweiler eine besondere Auszeichnung zuteil wurde: Zwei Goldmedaillen hat er von dort ins heimische Selfkant-Wehr mitnehmen können bei der Honigprämierung des Imkerverbandes Rheinland e.V.. „Das ist eine schöne Bestätigung für mich“, freut sich van Veldhuisen. Sein Erfolgsrezept für den prämierten Honig kann er gar nicht so richtig in Worte fassen. „Es ist wie im Berufsleben, wenn man sich regelmäßig weiterbildet und mit Akribie an sich selbst arbeitet, um kontinuierlich besser zu werden“, meint er.

Aus dem ganzen Rheinland

Zwei Honigproben von jeweils zwei Kilogramm hatte er einreichen müssen. Nach genau festgelegten Richtlinien des Deutschen Imkerbundes (D.I.B) beurteilte eine Expertenkommission von Honigsachverständigen die Honigproben. Es wurden Geruch und Geschmack, Sauberkeit und Konsistenz sowie die Verkaufsaufmachung bewertet. Anschließend wurden sie auf Wassergehalt, Naturbelassenheit (Enzymaktivitäten) sowie weitere Qualitäts-Parameter untersucht. Schließlich wurde im Labor des Fachzentrums Bienen und Imkerei eine eingehende mikroskopische Pollenanalyse vorgenommen. Durch diese Pollenanalyse kann ermittelt werden, welche Blüten die Bienen besucht haben und ob es sich um einen Sortenhonig handelt.

Neben van Veldhuisen war auch ein weiterer Imker des Imkervereins Selfkant bei der Prämierung erfolgreich. Klaus Wambach aus Karken konnte Laboranten und Juroren ebenfalls überzeugen und erhielt zwei Silbermedaillen. Insgesamt hatten knapp 100 Imker aus dem ganzen Rheinland ihren Honig beim Imkerverband eingereicht und am Samstag dafür goldene, silberne und bronzene Auszeichnungen erhalten.

Schöne Erfolge für die beiden Selfkant-Imker also, die mit viel Einsatz und Zeit errungen wurden. Unschöner Nebeneffekt im Hause van Veldhuisen: „Meine Frau ist über die Imkerei nicht so glücklich“, meint van Veldhuisen augenzwinkernd. Denn mindestens alle sieben Tage müssen die Bienenstöcke intensiv kontrolliert werden, was beispielsweise längeres Verreisen schwierig bis unmöglich mache. „Das ist manchmal nicht einfach.“

Auch van Veldhuisens sechs Bienenvölker sind emsig. Im Umkreis von drei bis fünf Kilometern, so schätzt er, sind die Bienen – ein Volk besteht aus gut 50.000 Tieren – unterwegs, um fleißig Blüten zu besuchen. Welche Sorten sie dabei bevorzugen, ist auch für Fachmann van Veldhuisen immer wieder eine Überraschung. „Das ist jedes Jahr anders, weil aufgrund der Witterung unter anderem die Blütezeiten oft variieren.“

Grenzenlos unterwegs

Klar ist indes, dass es sich bei seinem Honig um ein internationales Produkt handelt. „Meine Bienen sind auf jeden Fall auch in den nahen Niederlanden unterwegs“, schmunzelt der Wehrer van Veldhuisen.

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