Erkelenz - Im Stadtschloss Berlin Fenster aus Erkelenz

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Im Stadtschloss Berlin Fenster aus Erkelenz

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Erkelenz. Eine interessante Neuigkeit gab der Sittarder Historiker Guus Janssen im Rahmen seines Vortrages über die Pfarre St. Lambertus gekannt.

Er zeigte ein Foto mit zwei Bildern, die vor einigen Jahrzehnten in einem Katalog veröffentlicht wurden. Die Bilder zeigen zwei Glasfenster, einmal Herzog Wilhelm den Reichen mit seinen beiden Söhnen Karl Friedrich und Johann Wilhelm. Daneben Herzogin Maria mit den Töchtern Marie Eleonore, Anna, Magdalena und Sibylla.

Kirche im Erkelenzer Land

Zu den Fenstern wurde angegeben: „Glasfenster, 1570, ursprünglich aus einer Kirche des Erkelenzer Landes, später in der Kapelle des Berliner Stadtschlosses (verschollen).” Bei der Recherche stieß Janssen auf den Hinweis in „Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz” vom Clemen/Renard aus dem Jahre 1904.

Hier ist unter anderem Folgendes beschrieben: „Reste von Glasmalereien, unter anderem ein Donatorenbild des Herzogs von Jülich und seiner Familie von 1570. Die Bilder gingen im Jahre 1881 - ab 1871 wurden in Sankt Lambertus neue Fenster geschaffen - in den Besitz des verstorbenen Dr. H. Oidtmann in Linnich über. Diese Scheiben sind jetzt im Besitz Sr. Majestät des Kaisers.”

Blick in die Geschichte

Somit steht eindeutig fest, dass die erwähnten Fenster aus dem Erkelenzer Land aus der Pfarrkirche Sankt Lambertus in Erkelenz stammten. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass ab 1538 Erkelenz zwar weiterhin zu Geldern gehörte, dies jedoch an den Herzog Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg (1516 bis 1592) gefallen war. Herzog Wilhelm heiratete 1546 Maria von Habsburg, und dadurch erfolgte auch für Erkelenz eine enge Anbindung an das Haus Habsburg unter Karl dem V.

Interessante Entdeckung

So ist es nicht verwunderlich, dass dem Landesherrn und seiner Familie um 1570 mit den beiden Glasfenstern in Erkelenz Ehre erwiesen wurde. Dazu bemerkt Günther Merkens, der Vorsitzender des Heimatvereins: „Diese interessante Entdeckung sollte weiter verfolgt werden. Der Arbeitskreis Darstellung und Erforschung der Geschichte, der gerade unter der Leitung von Hubert Rütten neu belebt wurde, hat hier sicherlich ein weiteres interessantes Betätigungsfeld”.
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