Im Mai soll die Mauer um den Friedhof fallen

Von: Norbert F. Schuldei
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Der alte Friedhof wird im Sommer zu einem Park umgestaltet. Die Mauer wird an einigen Stellen zur Parkhofstraße hin aufgebrochen. Foto: Schuldei

Hückelhoven. Wenn man von der positiven Entwicklung Hückelhovens in den vergangenen Jahren spricht, denkt man zuerst an die Innenstadt und dann auch an das Gewerbegebiet Baal. Dabei vergisst man allzu leicht das Flussviertel; dieses Gewerbegebiet ist eine Art Stiefkind der Stadtentwicklung geblieben.

Und es bereitet zurzeit einige Sorgen: Eine Reihe von Geschäftslokalen steht leer. „Da, wo früher Küchen Kochs war, werden in Kürze andere Nutzer einziehen. Bei den anderen Leerständen dort unten laufen Gespräche”, sagt Bürgermeister Bernd Jansen. Konkrete Pläne gebe es für die Immobilie Lupos.

Leerstehende Ladenlokale finden sich allerdings auch auf der Parkhofstraße, das größte ist das von Möbel Bitter. Hat die Verwaltung auch hier etwas in der „Pipeline”? „Wir haben darüber im nichtöffentlichen Teil schon mal gesprochen, davon ist dann auch etwas öffentlich gemacht worden. Aber: Etwas ganz konkretes für diese Immobilie gibt es noch nicht.”

Allerdings, betont Jansen, sei man „auf einem guten Weg”, auch für dieses zentral gelegene Ladenlokal einen passenden Anbieter zu finden. Aus welcher Sparte? Lebensmittel? „Wir versuchen, auch in Anlehnung an das nahe gelegene Altenheim, einen Anbieter mit Vollsortiment als Nahversorger dorthin zu holen”, sagt der Bürgermeister.

Apropos Parkhofstraße: Der zentral gelegene alte Evangelische Friedhof soll ja zu einem Park umgestaltet werden, darüber wird schon seit Jahren geredet. „Ja, das packen wir Anfang Mai an”, sagt Jansen. Das jetzt noch von einer Steinmauer eingegrenzte Areal wird an verschiedenen Stellen zur Parkhofstraße hin geöffnet, an der breitesten Stelle auf einer Länge von etwa 25 Metern.

Bernd Jansen: „Es wird dort eine 250 Quadratmeter große Kommunikationsfläche mit Bänken geschaffen, und insgesamt soll eine hohe Aufenthaltsqualität entstehen. Wir können uns auch vorstellen, aber darüber müssen mit dem Presbyterium noch Gespräche geführt werden, dass wir eine Außengastronomie dorthin bringen.” Das wäre dann im Sommer ein zusätzlicher Anziehungspunkt für die Innenstadt.

Vorausschauende Planung zeichnet sich dadurch aus, dass schon beim Sprießen des ersten Grüns an den nächsten Winter gedacht wird: „Richtig”, lacht der Bürgermeister. „Ganz im Ernst: Wir kümmern uns derzeit um eine neue Weihnachtsbeleuchtung für die Stadt.” Wie? Jetzt keine Kerzen mehr? „Doch schon. Aber wir führen Gespräche mit verschiedenen Firmen, weil wir auch bei der Weihnachtsbeleuchtung den Anspruch stellen, etwas ganz Besonderes zu bieten. Etwas, das die Atmosphäre, die wir inzwischen beim Weihnachtsmarkt haben, weiterträgt, markant, aber nicht aufdringlich. Stilvoll.”

Also vielleicht doch ganz ohne Kerzen und Sterne? „Nein”, lacht Bernd Jansen schon wieder, „aber meine Vorstellung ist: Die Leute kommen nach Hückelhoven, gucken und sagen Zuhause: Mann, hast du die Weihnachtsbeleuchtung gesehen?!”. Ein hoher Anspruch. Aber es bleibt ja noch etwas Zeit, bis die Lichter angehen. Vorher kommt erstmal die Walpurgisnacht!
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