Im Kreis leben mehr Rindviecher als 2012

Von: Anna Petra Thomas
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Den erfolgreichen Rinderzüchtern im Kreis Heinsberg gratulierten Hubert Ollertz-Mertens, Vorsitzender des Rinderzuchtvereins (8. v. r.), und Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger (vorne rechts). Foto: anna

Kreis Heinsberg. Eine erneut gestiegene Zahl von Tieren in mehr Betrieben konnte Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger gestern in der Oberbrucher Festhalle bei seinem Geschäftsbericht anlässlich des sogenannten Heinsberger Rindertages vermelden. Der Rindertag ist gleichzeitig Mitgliederversammlung des Rinderzuchtvereins für den Kreis Heinsberg, dessen Vorsitzender Hubert Ollertz-Mertzens ist, und Versammlung des Kontrollbezirks im Kreis Heinsberg. Zu den Ehrengästen des Rindertages gehörte auch Kreislandwirt Hans-Gerd Jöris.

Zum Stichtag 30. September 2013 wurden in 366 Betrieben 34.285 Stück Rindvieh gehalten. 2012 waren es 33.487 Stück Rindvieh in 362 Betrieben gewesen. Die Zahl der Herdbuchmitglieder ist mit 74 (76) dagegen leicht rückläufig, weiter gestiegen ist jedoch die Zahl der Herdbuchtiere mit insgesamt 5900 (5569). Im Herdbuchbereich seien 2023 Tiere bewertet worden, was einer Quote von 33 Prozent entspreche, so Jaeger. Der Durchschnitt in Nordrhein-Westfalen liege bei 26,7 Prozent. 147 (154) Betriebe mit 11.976 (11.311) Kühen waren der Milchleistungskontrolle angeschlossen.

Aus der Chronik des Jahres hob Jaeger die Jungzüchterolympiade hervor, die im vergangenen Jahr in Heinsberg-Uetterath auf dem Hof von Herbert und Bettina Brudermanns stattfand. „Der Club des Heinsberger Züchternachwuchses hatte weder Kosten noch Mühen gescheut“, lobte Jaeger das Engagement für diese Veranstaltung. Vier nordrheinische Jungzüchterclubs waren der Einladung nach Uetterath gefolgt.

Aufgrund der steigenden Nachfrage seien die Preise in der Tiervermarktung sowohl im Export wie auch auf den Auktionen angestiegen, erklärte der Kreistierzuchtberater zur wirtschaftlichen Situation. „Die Nachfrage war im Jahre 2013 nach wie vor sehr gut, und die Preise haben sich auf einem sehr guten Niveau eingependelt.“

Jedoch müsse mehr denn je aufgepasst werden, dass die Seuchenlage nicht ganz schnell unerwartete Probleme bereite. „Hier ist jeder, der mit den Tieren arbeitet und in Kontakt kommt, gefordert“, betonte er. Ein Wermutstropfen in dieser Situation sei, dass in den vergangenen Monaten verschiedene Drittländer ihre Einfuhratteste derart verändert hätten, dass es in diesen Absatzgebieten Probleme gebe.

Schließlich verlieh Jaeger seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich auch der Milchpreis auf seinem recht hohen Auszahlungspreis halten könne und die Politik die Auflagen für die Betriebe nicht weiter ändere. „Jede Auflage kostet Geld“, erklärte er. Insgesamt hoffe er auf eine weitere Verbesserung der Einkommenssituation für alle Betriebe.

Als Referent des Tages konnte der Veranstalter Dr. Manfred J. Kern, den Geschäftsführer der Agri-Excellence GmbH begrüßen. „Die deutsche Milchwirtschaft nach 2015 im Spannungsfeld von regionalen, nationalen und internationalen Entwicklungen“ war sein Thema.

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