Im Kreis Heinsberg sorgt „Winnie West” für Sicherheit im Bus

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„Winnie West” kommt an: Busfahrer Rolf Meurer (l.), Polizeihauptkommissar Willi Jansen, Selfkantbahn-Geschäftsführer Günther Steinhauer und West-Verkehrsbereichsleiter Udo Winke (v. r.) hielten für Marla Kohnen als 10.000 Busschülerin schöne Präsente bereit. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. „Als der Bus gebremst hat, sind die Schultaschen umgefallen”, erinnert sich Marla Kohnen noch ganz genau. Die Sechsjährige aus der Klasse 1a der Katholischen Grundschule Birgden hat in diesem Monat als 10.000. Busschülerin am Verkehrserziehungsprojekt „Winnie West” teilgenommen und wurde aus diesem Grund von der West Energie und Verkehr mit einem Geschenk belohnt.

Das Umkippen der Schultaschen gehörte zu einer praktischen Demonstration dessen, was bei einer Vollbremsung bei einer Geschwindigkeit von nur 10 km/h alles passieren kann. Deshalb sollen sich die Schülerinnen und Schüler immer sofort hinsetzen oder sich im Stehen besonders gut festhalten. Der Verkehrsbereichsleiter der West, Udo Winkens, verwies auf das erfolgreiche Verkehrssicherheitsprojekt, dass in Zusammenarbeit mit der Verkehrssicherheitsberatung der Kreispolizeibehörde Heinsberg seit 2008 realisiert wird. Als Sympathieträger gebe das auf beiden Busseiten freundlich lächelnde Comic-Männchen „Winnie West” dem Projekt seinen Namen. Seitdem hat der für die Verkehrserziehung genutzte West-Bus unzählige Kilometer im Kreis zurückgelegt und nunmehr über 10.000 jungen Menschen die sichere und richtige Nutzung eines Schulbusses vor Augen geführt.

„Die vor allem an Grundschulen angebotene Busschule soll dazu beitragen, die Verkehrssicherheit bei der Nutzung von Schulbussen sowie öffentlicher Verkehrsmittel zu erhöhen”, erklärte Udo Winkens.

„Ich mache das immer gerne und bin froh, dass wir die Sicherheitsaspekte nachhaltig rüberbringen können”, meldete sich Willi Jansen zu Wort. Der Polizeihauptkommissar vermittelt seit Jahren den Kindern sein Wissen über das richtige Verhalten auf dem Weg zur und an der Haltestelle, beim Ein- und Aussteigen, während der Busfahrt und beim Überqueren der Straße sowie über den sachgerechten Umgang mit den Sicherheitseinrichtungen des Busses. „Die Kinder sollten nicht vor oder hinter dem Bus die Straße überqueren, sondern warten, bis der Bus weg ist”, so Jansen. Außerdem sei es nicht gut, die Schul­tasche beim Ein- und Aussteigen auf dem Rücken zu tragen, denn mit Ranzen auf dem Rücken sitze man schlecht und unsicher. Es sei wichtig, mindestens einen Meter Abstand zum Straßenrand zu halten, denn der Bus schwenke vorne seitlich aus. Außerdem gelte es, nicht gegen die Bustüren zu drücken, weil sich diese dann erst recht nicht öffnen würden, und beim Aussteigen auf Radfahrer zu achten.

Den Kindern stehen verschiedene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung; zum Beispiel ein spezieller Leitfaden oder auch ein Malbuch mit Szenen aus dem Schulbusalltag.

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten nach der Schulung als Belohnung für die erfolgreiche Teilnahme ein Präsent, eine Urkunde und einen Busausweis.

Marla Kohnen erhielt am Montag von West-Verkehrsbereichsleiter Udo Winkens ein Buchgeschenk und vom Geschäftsführer der Selfkantbahn, Günter Steinhauer, eine kleine handgefertigte Lokomotive mit besonderem Inhalt: zwei Pakete mit Tickets für eine Nikolausfahrt mit der historischen Eisenbahn für die Klassen 1a und 1b der KGS Birgden.

Udo Winkens und Willi Jansen brachten ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass sich die Grundschulen in der Region auch in diesem Schuljahr wieder intensiv an den Schulungsmaßnahmen für die Erstklässler, aber auch an Auffrischungen beteiligen mögen. ­Nähere Auskünfte zum Projekt gibt es bei Sandra Reynartz unter der Telefonnummer02431/886896 oder im Internet.
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