Im Ernstfall zu wenig Wasser zur Verfügung

Von: dn
Letzte Aktualisierung:
erk-fw-hauerhof-bu
Der Hauerhof zwischen Katzem und Holzweiler war in diesem Jahr Ubungsobjekt für die Zugübung des III. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz. Foto: Dahmen

Erkelenz-Katzem. Der uralte und reizvoll gelegene Hauerhof mit seinen alten Baumbeständen an der L117 zwischen Katzem und Holzweiler gelegen war für die Freiwillige Feuerwehr Erkelenz als diesjähriges Übungsobjekt für den Zug III gewählt.

Mit diesem Einsatz testete die Führungsspitze mit Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens und dessen Vertreter Fred Höpgens als Beobachter die Zusammenarbeit der einzelnen Löschgruppen untereinander. Gleichzeitig bot sich bei dieser Zugübung die Gelegenheit, die Frage zu prüfen, ob bei einem eventuellen Großbrand eine Sicherheit für Menschen und Gebäudeanlage gewährleistet ist.

Die Alarmierung löste die Leitstelle über Meldeempfänger aus, um die Bürger nicht durch Sirenengeheul unnötig zu stören. Beim Einrücken der Löschgruppe aus Holzweiler, Kückhoven, Katzem, Immerath, Keyenberg und Lövenich drang aus dem Nordflügel der großen Hofanlage mit dem Strohlager und aus dem Westflügel mit dem Maschinenpark dichter Rauch auf. Hier war der angenommene Brand bei Schweißarbeit ausgebrochen.

Zwei Personen meldete die Familie Gregor von Ackern als vermisst. Während einige Löschgruppen mit den drei Hydranten die Wasserversorgung sicherten, nahm eine weitere Gruppe unter schwerem Atemschutz die Suche nach den Vermissten auf. Menschenrettung hat bei solchen Einsätzen Vorrang.

Bei starkem Rauch, schlechter Sicht und Hitze war das für den Suchtrupp Schwerstarbeit. Immerhin mussten die Atemschutzträger die 80 Kilogramm schweren Dummy aus dem Gefahrenbereich herausschleppen. Beim Aufbau der Wasserversorgung stellten die Einsatzkräfte fest, dass die zwei 80-er und eine 150-er Wasserleitung beim Großbrand nicht ausreichen würden, zumal eine 80-er Leitung am 150-er Strang angeschlossen ist. „Neben 10.000 Liter Wasser in den Tanklöschfahrzeugen müssten im Ernstfalle zusätzlich lange Versorgungsleitungen gelegt werden”, erklärte Zugführer Brandoberinspektor Franz-Josef Jansen.

Diese zeitaufwändige Arbeit erschwere die Löscharbeit, weil diese Einsatzkräfte natürlich am Brandobjekt fehlen würden.

In der abschließenden Manöverkritik zeigte er sich mit der Zusammenarbeit der sechs Löschgruppen und dem Ablauf der Zugübung zufrieden. Der Familie von Ackern galt der Dank der Freiwilligen Feuerwehr Erkelenz, die ihren Hof für die Zugübung zur Verfügung stellten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert