Im Duett die Schule aufbauen

Von: hewi
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Schulleiter Georg Schiefelbein
Schulleiter Georg Schiefelbein (rechts) und sein Stellvertreter Frank Bourguignon haben noch alle Hände voll zu
tun, bevor ihre Gesamtschule nach den Sommerferien an den Start geht. Foto: Wichlatz

Hückelhoven-Ratheim. Mit dem kommenden Schuljahr wird die Hückelhovener Schullandschaft um eine weiterführende Schule reicher sein. Die Gesamtschule im Schulzentrum Ratheim wird pünktlich zum Ende der Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen.

Deshalb haben der designierte Schulleiter Georg Schiefelbein und sein Stellvertreter Frank Bourguignon derzeit alle Hände voll zu tun.

Seit Anfang Mai befinden sie sich in der Vorbereitungsphase, erstellen Stundenpläne, suchen Schulbücher aus, regeln die Raumbelegung und kümmern sich um das neue Kollegium. Sechs Kollegen stehen schon bereit, zwei weitere Stellen müssen noch besetzt werden. Angesichts dieser dünnen Personaldecke werden Schiefelbein und Bourguignon auch selbst Unterricht erteilen und Aufsicht führen.

Schiefelbein ist derzeit auch noch Leiter der Ratheimer Hauptschule. Die Fächer des 58-jährigen sind Sozialwissenschaften und Mathematik. Nach dem Studium und Referendariat war er zuerst 13 Jahre lang als Kaufmann tätig, bevor er 1998 wieder in den Schuldienst wechselte. 2004 übernahm er die Schulleitung.

Bourguignon ist noch an der Alsdorfer Gesamtschule als Lehrer für Geschichte und Geografie angestellt. Der 42-jährige Vater einer kleinen Tochter ist seit elf Jahren im Schuldienst. Von der guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Schulen in Hückelhoven zeigt er sich angenehm überrascht. Da er bisher eher mit Oberstufenschülern zu tun hatte, sieht er in den jungen Schülern eine „interessante Umstellung und neue Herausforderung”.

Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass die Gesamtschule den anderen Schulen keine Schüler wegnehme. Vielmehr meldeten Realschule und Gymnasium stabile Anmeldezahlen. Knapp 160 Anmeldungen lagen für die neue Gesamtschule vor, 120 konnten angenommen werden. Von den Schülern stammen knapp 30 aus den umliegenden Städten, hauptsächlich Erkelenz.

Eine einmalige Chance

„Eine neue Schule mit aufzubauen, ist für einen Pädagogen eine einmalige Chance”, erklärt Schiefelbein. Der Gründergeist schweißt Schüler und Lehrer gleichermaßen zusammen, zumal es ja in den ersten Jahren eher familiär zugehen wird an der Ratheimer Gesamtschule. Jedes Jahr soll die vierzügig geplante Schule um rund 120 Schüler und zehn Lehrer wachsen, während gleichzeitig nebenan über die nächsten fünf Jahre die alte Hauptschule langsam „ausläuft”. Dort wurden bereits für das kommende Schuljahr keine Neuanmeldungen mehr angenommen. Die Gesamtschule ist wie die Hauptschule in der Schlee und das Gymnasium als Ganztagsschule konzipiert. Somit ist die benachbarte dreizügige Realschule die einzige weiterführende Schule in Hückelhoven, die noch am Halbtagsunterricht festhält. Inhaltlich wird die Gesamtschule ihre Schwerpunkte auf die Naturwissenschaften und den künstlerisch-musischen Bereich legen.

Im Bereich der Oberstufen würden dann Kooperationsmöglichkeiten mit dem Gymnasium geplant, wie Holländer erklärt. „Von einer solchen Kooperation würden beide Schulen profitieren”, ist er sich sicher. Auch einen „richtigen” Namen soll die Schule so schnell wie möglich bekommen, wenn sich erst einmal der Schulalltag eingestellt hat. Bis dahin liegt jedoch noch eine Menge Arbeit vor ihm und seinem Kollegen.
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