IGBAU: „Durstlöschen ist Chefsache”

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Kreis Heinsberg. Die Sonne brennt gnadenlos vom Himmel. Doch Hitzefrei gibt es für die Männer auf dem Bau im Kreis Heinsberg nicht. Sie müssen ihre schweißtreibenden Jobs auch bei hohen Temperaturen unter freiem Himmel erledigen.

Für die Beschäftigten auf den heimischen Baustellen hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt im Bezirksverband Aachen deshalb auf das „kleine Einmaleins der Sommerarbeit” hingewiesen. Wichtigste Grundregel laut IGBAU: „Durstlöschen ist Chefsache”.

„In der Arbeitsstättenverordnung ist klar festgelegt, dass der Arbeitgeber alkoholfreie Getränke zur Verfügung stellen muss”, erklärte Johannes Hölscher, Bezirksverbandsvorsitzender der IG BAU Aachen. Ideal seien kostenlose Wasserspender, freies Mineralwasser oder Tee.

Auch das Aufstellen von kostenpflichtigen Getränkeautomaten komme in Frage. „Für die Beschäftigten auf dem Bau ist es absolut wichtig, reichlich Flüssigkeit zu trinken. Mindestens drei bis fünf Liter werden bei schwerer Hitzearbeit gebraucht.”

Wichtig sei auch, die Hitzebelastung so gering wie möglich zu halten. So könnten viele Arbeiten etwa in die Morgenstunden vorverlegt werden. „Auch Unterbrechungspausen helfen. Viele kurze Ruhephasen sind besser als wenige lange Pausen”, so Hölscher.

Außerdem sei es wichtig, dass sich die Bauarbeiter regelmäßig mit Sonnenmilch eincremten. Denn sonst drohe auch die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Auch Kleidung und Helme mit Lichtschutzfaktor blockten die gefährlichen UV-Strahlen ab, so der Gewerkschafter.
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