Hückelhoven-Ratheim - IG Ratheimer Bahn: L 117n und Bahnstrecke kein Widerspruch

IG Ratheimer Bahn: L 117n und Bahnstrecke kein Widerspruch

Letzte Aktualisierung:

Hückelhoven-Ratheim. Die Bürgerinitiative IG Ratheimer Bahn freut sich über die große Resonanz des Informationsabends. Rund 60 interessierte Zuhörer sind für die IG eine gute Motivation, sich weiter engagiert für die Bürger in Ratheim und Hückelhoven einzusetzen.

Die IG Ratheimer Bahn begrüßt ausdrücklich die klaren Aussagen der CDU-Stadtratsmitglieder Norbert Fister und Bernd Gödecke, im Stadtrat sei niemand gegen eine Reaktivierung der Bahnstrecke. Die IG nimmt daher die Lokalpolitik beim Wort und sieht die Akteure nun sprichwörtlich am Zuge, einen Reaktivierungswunsch als klares Signal auch per Grundsatzbeschluss des Rates festzuhalten und sich ausdrücklich beim Nahverkehr Rheinland (NVR) für eine Aufnahme der Strecke Baal - Ratheim in die Liste der bis 2020 zu reaktivierenden Schienenstrecken zu bemühen, so IG-Sprecher Michael Bienick.

Den Planungen neutral gegenüber

Die IG Ratheimer Bahn betont in diesem Zusammenhang, dass
L 117n und Reaktivierung der Schienenstrecke grundsätzlich keine gegenläufigen Projekte sind. Die Bürgerinitiative steht somit den Planungen der Straße neutral gegenüber, unterstützt vielmehr sogar den „Appell zur L 117n” von Vertretern der Lokalpolitik aus Reihen der CDU, SPD und Grünen hinsichtlich der Aussage: „Die Planung ist so ausgerichtet, dass eine vollwertige Landstraße entstehen könnte bei gleichzeitiger Beibehaltung einer Trasse, auf der in späteren Jahren schienengebundener Verkehr möglich ist.”

Essentielle Bedeutung

Für dieses politisch geäußerte Ziel ist ein gewidmeter, zusammenhängender Grundstücksbestand von Baal bis Ratheim von essentieller Bedeutung, allein eine Festsetzung von Flächen im Bebauungsplan würde nicht genügen, da dieser jederzeit per Ratsbeschluss geändert werden könnte. Außerdem wäre nach einer Entwidmung der Strecke eine Reaktivierung nicht ohne langwierige Verfahren möglich: Es wäre dann rechtlich so, als hätte es dort nie eine Bahnstrecke gegeben.

Die Bürgerinitiative empfiehlt daher, eine Entwidmung parzellenscharf nur auf Flächen zu beschränken, die auch wirklich für den Bau der neuen Landstraße erforderlich sind. Weiter zeigt man sich seitens der Bürgerinitiative verwundert über Aussagen der Stadt Hückelhoven in dieser Zeitung vom 22. März. Dort „verheddere” man sich in „nicht sachdienliche und verwässernde Widersprüche”. Beispielsweise betone die Stadt nochmals, dass die Realisierung der L 117n parallel zur Bahn erfolge. Hier frage sich die IG Ratheimer Bahn insbesondere, warum die Stadt dann eine Gesamt-Entwidmung von Baal bis Ratheim beantragt.

Einer der Kernpunkte des Anliegens der IG ist, dass bisher eine Antwort auf die Frage, warum dieser Entwidmungsantrag überhaupt gestellt wurde, fehlt. So gibt es nach Auffassung der Eisenbahn-Experten der IG derzeit keinerlei plausiblen Fach- oder Sachargumente, die dafür sprechen würden. In nächster Zeit, gelte es, diese Widersprüchlichkeiten der Planung - am besten in Kooperation und Konsens mit den politischen Akteuren - aufzudröseln.

Zurückziehen des Antrages

Zunächst fordert die IG allerdings ein Zurückziehen des Entwidmungsantrags seitens der Stadt, um nicht vorschnell Tatsachen zu schaffen, die zu einem späteren Zeitpunkt bereut werden könnten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert