Hückelhovener Spezialisten des THW in Köln

Von: Norbert F. Schuldei
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Köln/Hückelhoven. Um 16.29 Uhr klingelte am Dienstag bei Michael Andres das Handy: Die Einsatzleitung des Technischen Hilfswerkes vor Ort in Köln bat die Spezialisten aus Hückelhoven um Hilfe.

Gegen 14 Uhr war, wie berichtet, in der Kölner Südstadt das vierstöckigen Stadtarchivgebäude eingestürzt, zwei benachbarte Häuser und ein halber Straßenzug lag in Trümmern. Als sich die Staubwolken gelegt hatten, erinnerte die Szenerie im Herzen der Stadt am Rhein an den 11. September 2001 in New York. Die Rettungskräfte aus Hückelhoven sind für und auf solche Szenarien spezialisiert.

„Wir haben fünf Fahrzeuge und fünf Anhänger mit unserem Material beladen und sind mit 29 Mann gegen 17.30 Uhr von Hückelhoven aus in Richtung Köln losgefahren”, sagt Michael Andres. Er ist seit 28 Jahren beim THW und seit 2005 Ortsbeauftragter. Rund 60 Mann stark ist die Hückelhovener Truppe des Technischen Hilfswerkes, etwa jeder Fünfte leistet dort seine „Ersatzdienstzeit” ab, alle anderen sind ehrenamtlich beim THW. Und sie arbeiten in der Regel in der näheren Umgebung von Hückelhoven, so dass immer ein schneller Einsatz garantiert ist.

Der technische Zug des THW in Hückelhoven - und deshalb wurde er von der Einsatzleitung der Rettungskräfte in Köln angefordert - verfügt über spezielles Einsatzgerät zum Abstützen von Gebäuden. So wurde auch das im THW bundesweit verbreitete Abstützsystem für einsturzgefährdete Gebäude von Hückelhovenern Helfern entworfen.

„Als wir vor Ort ankamen, waren die Wohngebäude noch immer einsturzgefährdet”, sagt Andres. Deshalb hatte die Stabilisation der Gebäude mit rund 1000 Kubikmeter Beton absoluten Vorrang. Die 29 Helfer aus Hückelhoven warteten derweil in dem eigens eingerichteten Bereitstellungsraum auf ihren Einsatz.

An diesem Unglückstag allerdings vergebens. „Um 4 Uhr waren wir wieder zurück in Hückelhoven”, sagt Andres. Seitdem stehen die Männer in Einsatzbereitschaft. Der Ortsbeauftragte ist mit seinen Männern jedenfalls gewappnet: „Kann gut sein, dass die uns morgen wieder rufen.”
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