Hückelhoven - Hückelhovener Musikfest: Ein musikalisch anspruchsvolles Verwöhnangebot

Hückelhovener Musikfest: Ein musikalisch anspruchsvolles Verwöhnangebot

Von: Johannes Bindels
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Zum Auftakt des Stadtmusikfest
Zum Auftakt des Stadtmusikfestes in Hückelhoven spielten Musikvereine aus dem Stadtgebiet unter dem Motto „Hückelhoven musiziert”. Im Bild zu sehen: das Trommler- und Pfeifercorps Kleingladbach. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Wer sich Freitagabend im Bereich des Gymnasiums Hückelhoven befand, konnte zwei grundverschiedene Arten von Glücksempfinden erleben. Draußen der Rummel mit seinem Lärm und bunten Lichtern, drinnen in der Aula ganz andere Töne und Rhythmen.

Zum Auftakt des 38. Stadtmusikfests Hückelhoven begrüßte Bürgermeister Bernd Jansen in der gut gefüllten Aula die Konzertbesucher mit den Worten des griechischen Philosophen Aristoteles „Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu machen”. Eingeladen zum Konzert hatten der Stadtmusikbund und die Stadt Hückelhoven unter dem Motto „Hückelhoven musiziert”.

Positive Grundstimmung

Die Gäste erwartete ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm mit überraschenden und gekonnten musikalischen Arrangements. Dem Trommler- und Pfeifercorps Kleingladbach - in seinen Reihen befand sich mit zehn Jahren der jüngste Trommler - gelang es unter dem Dirigenten Jakob Aretz schon zu Beginn, für eine positive Grundstimmung zu sorgen. Gespielt wurde unter anderem „Trompeten Echo” von Slavko Avsenik und „Goldene Trompeten” von Antonin Borovicka. „Da, wo du nicht bist, ist das Glück”, hat an diesem Abend in der Aula wohl niemand gedacht.

„Auch wenn in Irland jetzt das Fußballspiel läuft, schöner ist es hier in Hückelhoven”, äußerte Hermann-Josef Knur, der mit seiner Frau Karin gekonnt den Programmablauf moderierte. So wurde jedes Musikstück zuvor mit interessanten Informationen vorgestellt. Die Zuhörer erfuhren so, dass der Beitrag „The Pirates of Zimmer” des Mandolinenorchesters Rurperle Hilfarth der Filmmusik zum Welterfolg „Fluch der Karibik” entstammte, ebenso wie der Welterfolgssong von Celine Dion „My heart will go on” aus dem Film „Titanic” vom Dirigenten Wil Cremers bearbeitet und für Mandolinen und Gitarre mutig, aber gekonnt um arrangiert wurde.

Für den langanhaltenden Beifall sorgte nicht zuletzt auch das Potpourri bekannter Beatles-Songs wie „I want to hold your hand”, „Yesterday” und „Hey Jude”.

Chor 77 erstmals dabei

Mit dem Chor 77 (erstmalige Beteiligung am Musikfest) unter ihrem Dirigenten Guido Janssen setzte sich das musikalisch anspruchsvolle Verwöhnangebot fort. Dem Chor mit seinen 50 Sängerinnen und Sänger, seit 35 Jahren bestehend, gelang mit seinen Interpretationen des Heine- Gedichts „Ich weiß nicht was soll es bedeuten” und dem Goethe-Gedicht „Sah ein Knab ein Röslein stehn” die Verknüpfung von Tradition und Moderne. Mit schnellen Tempiwechseln und Rhythmen wurde die interessante Darbietung mehr als überzeugend umgesetzt.

Das propagierte Gemeinschaftsgefühl der musizierenden Vereine in Hückelhoven wurde dann im gemeinsamen Auftritt vom Chor 77 und dem Mandolinenorchester Rurperle belegt durch die Darbietung der Titel „Wochenend und Sonnenschein” sowie „Caprifischer”.

Zuvor erfuhren die Zuhörer von Karin Knur, dass der Ursprungstitel „Happy days are here again” als Wahlkampfschlager für die Wiederwahl des US-Präsidenten Roosevelt 1932 diente, bevor der Titel als „Wochenend und Sonnenschein” in den 50er Jahren für den Zeitgeist der Wirtschaftswunderjahre in Deutschland stand und bekannt wurde.

Gelungenen Zusammenarbeit

Die Bestätigung für gelungene Zusammenarbeit der Musikvereine wurde im Auftritt der Blaskapelle Brachelen, des Instrumentalverein Hilfarth, des Musikverein St. Josef Ratheim und des Trommler- und Pfeifercorps „Freisinn Baal” erbracht, die als vereinigte Blasorchester Hückelhoven unter dem Dirigenten Jan Vleugels Stücke wie „Fliegermarsch”, „Amazing Grace” und „The great pretender” aufführten. Bravorufe waren Ausdruck dafür, dass an diesem Abend das Glück für viele Menschen im Zuhören und Erleben dieser musikalischen Darbietungen bestand.

Vorfreude auf das nächste Mal

Die Vorfreude auf das 39. Stadtmusikfest im nächsten Jahr mag für viele dann ein langanhaltendes Glücksgefühl darstellen und in den Worten von Hermann-Josef Knur Widerhall finden: „Der Preis bleibt in Hückelhoven...” genauso wie das Stadtmusikfest.
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