Hückelhoven - Hückelhoven: Schienen der Bahnstrecke werden versilbert

Hückelhoven: Schienen der Bahnstrecke werden versilbert

Von: Norbert F. Schuldei
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In Höhe des Bahnüberganges a
In Höhe des Bahnüberganges an der Schaufenberger Straße in Millich werden derzeit die Gleise aus dem Bahnkörper gerissen. Die DB darf das laut des Vertrages mit der Stadt Hückelhoven. Foto: N. Schuldei

Hückelhoven. Während die Bürgerinitiative Ratheimer Bahn noch einen Vortragsabend und eine Diskussionsrunde „zum Thema der drohenden Entwidmung der Bahnstrecke Baal-Hückelhoven-Ratheim” geladen hatte, wurden auf eben dieser Bahntrasse bereits die Schienenstränge herausgerissen.

„Die Gleistrasse hat die Stadt von der Deutschen Bahn erworben”, sagt Hückelhovens Technischer Beigeordneter Dr. Achim Ortmanns. „Laut Vertrag darf die Deutsch Bahn die Gleise rausholen.” Bei den derzeitigen Preisen für Altmetall sicher eine lukrative Sache.

Die Stadt als Grundeigner und Planungsträger der Bahntrasse hat bereits am 22. Januar beim Eisenbahnbundesamt in Berlin die Entwidmung der Strecke beantrag. „Das dauert etwa sechs Monate”, sagt Ortmanns. Im Bauausschuss als auch im Rat der Stadt ist bereits über die weitere Verwendung der Fläche beraten worden.

„Die Verwaltung hat vom Rat den Auftrag, bei der weiteren Nutzungsplanung eine Fläche freizuhalten. Falls irgendwann mal wieder eine Bahn dort fahren soll”, so Ortmanns. Dann wird ein neues Widmungsverfahren nötig. „Es besteht aber keine realistische Möglichkeit, um in Kürze Investoren für eine Eisenbahnnutzung zu finden”, sagte der CDU-Ratsherrn Norbert Fister in der Versammlung der Interessengemeinschaft.

Was konkret ins Auge gefasst wird: Auf einem Teil der Bahntrasse soll ein Radweg angelegt werden. Und: Parallel zur Bahntrasse wird (hoffentlich) in Kürze die L 117 n gebaut werden. „Dafür haben wird Baurecht”, sagt Dr. Ortmanns. Für die Ratheimer ist eine Umgehungsstraße derzeit wichtiger als eine Eisenbahnlinie.
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