„Holzfäller“ werden auf den Plan gerufen

Von: defi
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Kreis Heinsberg. Der stete Rückgang der Vitalität der Linden an der Kreisstraße 21 zwischen Kempen und der Rurbrücke in Richtung Ophoven ruft die „Holzfäller“ des Kreises Heinsberg auf den Plan.

Auch im Bereich der Einflugschneise zum Flugplatz Teveren zwischen Nierstraß und Teveren wird es zu Baumfällaktionen kommen. Beide Maßnahmen wurden dem Landschaftsbeirat des Kreises Heinsberg, der unter Vorsitz von Josef Schmitz im Kreishaus tagte, vorgestellt.

Lindenbäume bei Kempen

Die Fällung von 20 Lindenbäumen entlang der Kreisstraße bei Kempen werde notwendig, um die Verkehrssicherheit weiterhin gewährleisten zu können, wie Norbert Dismon, zuständig beim Kreis Heinsberg für „Eingriffe in Natur und Landschaft“, den Beiratsmitgliedern erläuterte. Seit vielen Jahren sei bei regelmäßigen Kontrollen der Linden der stete Rückgang der Vitalität festgestellt worden. Totes Holz habe immer wieder herausgeschnitten werden müssen. Auch Schädlingsbefall sei festgestellt worden. Norbert Dismon: „Der Brandkrustenpilz ist ein sicheres Todeszeichen.“

Da höhlenbrütende Vogelarten und Fledermäuse die zu fällenden Bäume als Fortpflanzungs- beziehungsweise Ruhestätten nutzen könnten, würde, so Dismon, vor der Fällung ein Biologe die Bäume überprüfen. Da die K 21 wegen des Neubaus der Rurbrücke ein Jahr lang gesperrt werde, würde sich eine Fällung der Bäume zum Ende des Winters oder im Spätherbst 2015 anbieten.

Eichenallee nahe Teveren

Eine Eichenallee an der Kreisstraße 3 zwischen den Geilenkirchener Ortsteilen Nierstraß und Teveren ist dem Nato-Verband ein Dorn im Auge. Die Einflugschneise zum Flughafen Teveren sei von den zu hoch werdenden Bäumen betroffen, monierte die Flugüberwachung des Nato-Flugplatzes gegenüber der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Heinsberg bereits Ende 2013.

Zur Minimierung des Eingriffes in Natur und Landschaft habe man ein Konzept entwickelt, berichtete Dismon, das über einen Zeitraum von wenigen Jahren die Bepflanzung wieder in Einklang mit den vorgegebenen Höhen bringen werde. Dieses Konzept sehe vor der Fällung der zu hoch wachsenden Eichen eine Neuanpflanzung in den Zwischenräumen der bestehenden Bepflanzung vor.

Nach Nachfragen aus dem ­Gremium und ergänzenden Erläuterungen der Verwaltung nahm der Landschaftsbeirat beide Maßnahmen zustimmend zur Kenntnis.

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