Heinsberg-Oberbruch - Hohe Auszeichnungen für bewährte Karnevalisten beim VKAG

Hohe Auszeichnungen für bewährte Karnevalisten beim VKAG

Von: Anna Petra Thomas
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Ein wundervoll buntes Bild: die Tollitäten aus dem Verbandsgebiet, die zum Verbandsfest gekommen waren, auf der Bühne der Festhalle vereint. Foto: Anna Petra Thomas
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Charmant: Verbandsmeisterin Samira Hermanns. Foto: Anna Petra Thomas
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Die Geehrten des Abends mit Verbandspräsident Reiner Spiertz (ganz links). Die drei mit der Sonderstufen-Auszeichnung sind von links Bernd Simons, Hajo Frentzen und Heinz-Peter Benetreu. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Oberbruch. „Der Abschluss des ersten Teils der Session“ war für Präsident Reiner Spiertz das Verbandsfest des Verbands der Karnevalsgesellschaften Aachener Grenzlandkreise (VKAG) in der Oberbrucher Festhalle. „Das zeigt, wie bunt unser Karneval ist“, fuhr er in seiner Begrüßung fort mit Blick auf gleich 16 Standarten von Karnevalsgesellschaften aus der Region auf der Bühne, die er zum Fest begrüßen konnte.

Ganz allein die große Bühne für sich hatte danach Tanzmarie Samira Hermanns vom KTC Alsdorfer Tänzer, aktuelle Verbandsmeisterin und norddeutsche Vizemeisterin in der Altersklasse Ü15. Leichtfüßig, mit ausgefeilter Eleganz und Akrobatik auf höchstem Niveau zugleich tanzte sie sich in die Herzen der Zuschauer im voll besetzten Saal.

Moderator Hajo Bülles, der sich freute, zu dem Fest auch Vertreter befreundeter Verbände aus den benachbarten Niederlanden begrüßen zu können, kündigte danach ein noch junges, aber dennoch bereits mehrfach preisgekröntes Duo an: Niklas und Lena Milewicz aus Alsdorf. Beide amüsierten sich köstlich über ihre Eltern und hatten sogar ein eigenes Lied dabei. „Papa, Papa wo kommste wieder her?“, lautet der Titel.

Mit der Oberbrucher Festhalle als Veranstaltungsort habe der Verband eine gute Wahl für sein Fest getroffen, erklärte Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder in seinem Grußwort, sei sie doch in dieser Session zugleich die Festung des Heinsberger Stadtprinzen Helmut III. (Frenken).

Ebenfalls vom KTC Alsdorfer Tänzer, als Verbandsmeister und Dritte der norddeutschen Meisterschaften Ü15, zeigten Wiebke Beckers und Tim Thomas als Tanzpaar synchrone Bewegungsabläufe in Vollendung, gepaart mit variantenreichen, zugleich sehr leicht anmutenden Hebefiguren.

Aus seinem Leben als Lehrer berichtete Martin Schops. Mit seiner Gabe, Altbekanntes in die Sprache der Schüler von heute zu übersetzen, strapazierte er die Lachmuskeln des Publikums ganz mächtig und scheute dabei auch vor einem Text von Goethe nicht zurück. Er philosophierte gelungen über das Beziehungsleben und wagte mit schwarzer Pappnase und Gitarre sogar einen Blick in die Welt des Jahres 2040.

Ein Heimspiel hatte die Prinzengarde des Heinsberger Karnevalsvereins, die wie vor ihr Schops nicht ohne Zugabe von der Bühne kam. Zum Singen brachten das Publikum „Die Mennekrather“, die ihre Lautsprecher ganz weit aufdrehten. Es folgte der Aufmarsch aller Tollitäten auf der Bühne, der den verbliebenen Zuschauern im Saal wiederum ein buntes Bild facettenreichen Karnevals der Region darbot.

Im Finale des Festes ermöglichte der Verband den Besuchern einen kleinen Einblick in die „alemannische Fasnet“, wo es nicht „Alaaf“ und auch nicht „Helau“, sondern vielmehr „Narri-Narro“ heißt. Über mehr als 400 Kilometer weit war dafür die „Hexenzunft Schwarzwaldhexen Bühlertal“ angereist.

Die Hexen mit großen Masken fegten zuerst mit ihren Besen kreuz und quer durch den Saal, bevor sie auf der Bühne um den dort leuchtenden Hexenbrunnen herum tanzten. Es folgte die Brass-Band der Zunft, die mit fetziger Blasmusik auch den letzten Festhallen-Besucher von seinem Stuhl riss. Krönender Schlusspunkt des Abends: Spiertz überreichte dem Bürgermeister als Erlös aus der Spendensammlung einen symbolischen Scheck über 888 Euro zugunsten der Heinsberger Tafel.

Hohe Auszeichnungen für bewährte Karnevalisten

„Auf Beschluss des Präsidiums… natürlich ohne Euch“, lachte VKAG-Präsident Reiner Spiertz, als er drei langjährige Aktive für den Verband auf die Bühne gebeten hatte, um sie mit einer hohen Auszeichnung des VKAG zu überraschen: Heinz-Peter Benetreu vom Karnevalsverein Kerkever Jekke aus Heinsberg-Kirchhoven, Hajo Frentzen von der Erkelenzer Karnevalsgesellschaft und Bernd Simons von der Kohlscheider Karnevalsgesellschaft Scheeter Jecke. Sie erhielten die Sonderstufe des VKAG-Verdienstordens.

Alle drei waren unter anderem Gründungsmitglieder des Fördervereins für das Haus des Grenzlandkarnevals. Benetreu war 18 Jahre als Beiratsmitglied des VKAG aktiv. Frentzen ist dessen Schatzmeister und zugleich Schatzmeister im Haus des Grenzlandkarnevals. Simons leitet das Haus des Grenzlandkarnevals.

Den Verbandsorden des VKAG erhielten zudem Wolfgang Dieder, Hans te Locke, Jacques Rutzerfeld, André Oleff und Frank Lüder.

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