Hofschneiderin und Elferrat haben viel Arbeit

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Anprobe mit dem Dreigestirn des Johanniter-Stifts Erkelenz Bäuerin Elsa-Martha Ort, Prinzessin Grete Choinatzki und Jungfrau Käthe Hoffhenke sowie Hofschneiderin Christel Katz (v. li.).

Erkelenz. Mit Metermaß und Stecknadelkissen bewaffnet steht Christel Katz im Gemeinschaftsraum des Johanniter-Stifts Erkelenz vor Grete Choinatzki, die ein langes weinrotes Kleid trägt. Indessen begutachten Käthe Hoffhenke und Elsa-Martha Ort kritisch die Kostümierte von allen Seiten.

Fachmännisch bemerkt Christel Katz: „Acht Zentimeter sind noch oben drin. Und unten kann ich das Kleid säumen.” Die Zeit drängt. Schließlich muss bis Karneval alles geändert sein.

Drei Frauen mit viel Elan

Denn das lange weinrote Kleid soll Grete Choinatzki kleiden. Schließlich bildet sie als Prinzessin mit Käthe Hoffhenke als Jungfrau und Elsa-Martha Ort als Bäuerin das Bewohner-Dreigestirn im Johanniter-Stift. Als weibliches Pendant zum Dreigestirn der EKG. Ein Motto für die diesjährige Session im Stift gibt es auch bereits. Die Regenten haben es abgesegnet.

Es lautet: „Wir sind zwar alt, doch noch in Schwung, die Mädels vom Dreigestirn halten uns jung!” Dass die Drei Elan haben, beweisen sie bereits bei der Anprobe. Herzhaft wird gelacht bei der Vorstellung das ein oder andere Bützchen - vielleicht sogar vom Prinz des Erkelenzer Dreigestirns - zu erhalten. Denn eine Begegnung wird es geben. Nimmt das weibliche Dreigestirn im vollen Ornat doch an der Seniorensitzung in der Stadthalle teil.

Und dann ist da noch der Höhepunkt ihrer Regentschaft, die Sitzung des Stifts am Freitag, 4. März, im Restaurant der Einrichtung. Was Käthe Hoffhenke als Jungfrau und Elsa-Martha Ort als Bäuerin tragen werden, steht seit dem Tag fest, als sie im Kostümverleih in Baal vor einigen Tagen fündig wurden. Bäuerin Elsa-Martha wird in einem rot-schwarzen Dirndl aufmarschieren und Jungfrau Käthe in einem schwarzen Gouvernantenkleid mit Spitze und Stehkragen sowie bunt gestreiften Rock. „Das Kleid sieht so aus wie das von Fräulein Rottenmeier bei Heidi”, bemerkt sie.

Das finden Gaby Kerst und Ulrike Wirtz vom Sozialen Dienst auch. Sie sind froh darüber, dass sich das lustige Dreigestirn gefunden hat. „Von Anfang an hatten wir eine Prinzessin. Doch der passende Prinz fand sich nicht”, sagt Gaby Kerst. Beim Kegeln sei dann die Idee entstanden ein Dreigestirn zu gründen analog dem Erkelenzer Dreigestirn, eben nur weiblich. Elsa-Martha Ort zögerte nicht lange und meldete sich als Bäuerin. Die aufregende Entscheidung bescherte ihr eine schlaflose Nacht. Käthe Hoffhenke erklärte sich bereit, die Jungfrau zu mimen.

Seitdem vergeht kaum ein Tag, dass die Drei nicht an ihre närrische Regentschaft denken. Schließlich müssen viele Entscheidungen getroffen werden wie beispielsweise welche Blumen beim Einzug ins Restaurant geschmissen oder überreicht werden. Oder welche Kostüme der Elferrat tragen soll. Doch darüber hat sich bereits Hofschneiderin Christel Katz so ihre Gedanken gemacht. Bei der Anprobe zeigt sie einen Entwurf, der aus einer weißen Bluse versehen mit vielen bunten Flicken auf einem Band besteht.

Wunderschöne Clowns

„So werden aus dem Elferrat wunderschöne Clowns”, sagt sie. Und zeigt noch einen schwarzen Hut, ebenfalls verziert mit bunten Flicken sowie eine große Schleife. Das Dreigestirn nickt zufrieden. Für Hofschneiderin Christel Katz beginnt damit viel Arbeit, müssen doch über 800 Läppchen zurechtgeschnitten werden. Der Elferrat wird mit Hand anlegen müssen. Denn die Zeit drängt. Schließlich muss bis Karneval alles fertig sein.
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