Düsseldorf/Kreis Heinsberg - Höhere Investitionen und mehr Arbeitsplätze in Oberbruch

Höhere Investitionen und mehr Arbeitsplätze in Oberbruch

Von: Berthold Strauch
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Freude über eine ausgezeichnete Ansiedlung: CFCL-Chef Brendan Dow, NRW.Invest-Geschäftsführerin Petra Wassner, NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben und der Heinsberger CFCL-Geschäftsführer Frank Obernitz (v.l.n.r.) am Montag bei der Verkündigung des Innovationspreises in Düsseldorf. Foto: Berthold Strauch

Düsseldorf/Kreis Heinsberg. Der Anlass ist für Brendan Dow gewichtig genug gewesen, um extra eine beschwerliche Reise um den halben Globus auf sich zu nehmen.

Mit großer Freude nahm der Vorstandsvorsitzende des im australischen Melbourne ansässigen Brennstoffzellenherstellers Ceramic Fuel Cells Limited (CFCL) den „NRW.Invest Award” für ausländische Investoren am Montag in Düsseldorf persönlich entgegen. Der Preis in der Kategorie Innovation wurde seinem Unternehmen für die Ansiedlung einer Niederlassung im Industriepark Oberbruch verliehen.

In der Stadt Heinsberg ist damit im Oktober 2009 ein Investment in Betrieb genommen worden, das auf dem Energiesektor völlig neue Akzente setzen wird. Das hat auch der CFCL-Chef bereits erkannt - und honoriert. Denn am Rande der Preisverleihung kündigte Dow im Beisein der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) eine deutliche Ausweitung des Engagements in Oberbruch an. „Wir werden dort unsere Investitionen erhöhen und mehr Arbeitsplätze schaffen”, versprach Dow.

Was dies konkret in Zahlen bedeutet, dazu wollte sich Frank Obernitz, Geschäftsführer der Niederlassung in Oberbruch, am Montag noch nicht festlegen. Denn die Grundsatzentscheidung des Konzerns sei erst vor kurzem getroffen worden; nun werde erst einmal intensiv gerechnet.

Obernitz machte deutlich, dass vom Heinsberger Standort aus der Service für den gesamten europäischen Markt gesteuert werden solle. Dieses Center beinhalte dann auch ein zentrales Ersatzteillager. „Die Bedeutung Heinsbergs wird - analog zur Marktentwicklung - weiter wachsen”, fügte er an.

Wie berichtet, besitzt CFCL das Know-how für Brennstoffzellenanlagen, die kaum größer als eine Geschirrspülmaschine sind und Strom und Wärme für Heißwasser und Heizung mit einem elektrischen Rekord-Wirkungsgrad von 60 Prozent zur Verfügung stellen - mehr als genug für private Wohnhäuser.

Denn die dermaßen umweltfreundlich produzierte Strommenge entspricht dem Zwei- bis Dreifachen des Bedarf. Somit können die schadstoffarm produzierten Überschüsse ins Netz eingespeist werden, womit „Einkommen erzielt” werde, wie Dow darlegte.

In Heinsberg hat CFCL bereits rund 9,5 Millionen Euro für die Herstellung von „Festoxid-Brennstoffzellen-Stapel” investiert. Dies soll für eine vorläufige Ausbaustufe von 10.000 dieser „Stacks” sorgen. Doch der Absatz soll bereits in absehbarer Zeit auf mehr als die zehnfache Menge gesteigert werden. Das Unternehmen habe bereits positive Signale von zahlreichen Energieversorgungsunternehmen und Stadtwerken empfangen, die an dieser Technologie starkes Interesse zeigten, betonte Frank Obernitz.

Neben der Stack-Fertigung und dem Aufbau eines Service-Centers soll in Heinsberg-Oberbruch künftig auch die komplette Endmontage der unter dem Namen „Blue-Gen” vermarkteten Brennstoffzellenanlagen erfolgen. Bislang hat das Werk gerade mal zehn Festangestellte - eine Zahl, die sich leicht verzehnfachen, wenn nicht noch viel größer werden könnte, sind die Verantwortlichen sehr zuversichtlich.

Die NRW.Invest GmbH ist die zentrale Anlaufstelle für in- und ausländische Investitionen in Nordrhein-Westfalen. Die von Petra Wassner geführte Gesellschaft arbeitet eng mit der Landesregierung zusammen.
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