Hitzige Debatte zur Umsiedlung

Von: Christian Bosten
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Erkelenz. Höchst emotional gestaltete sich die Sitzung des Braunkohleausschusses. Zum Zankapfel entwickelte sich die hitzige Debatte bezüglich der gemeinsamen Umsiedlung der fünf Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Berverath sowie Ober- und Unterwestrich.

Zwar sprach sich niemand aus dem Ausschuss gegen die gemeinsame Umsiedlung aus, doch die Prozedur wurde kritisch hinterfragt.

Es stand zur Diskussion, ob die Suchraum-Foren als Stimmungsbarometer genügen, Diskussionen mit der Bevölkerung und die Zusammenkünfte des Bürgerbeirats alleine ausreichen, um grünes Licht für eine gemeinsame Umsiedlung zu geben oder ob die betroffenen Bürger nicht selber wählen dürfen, begann Gabi Clever den Anstoß zu einer hitzigeren Debatte.

Sowohl Bürgermeister Peter Jansen als auch Dr. Hans-Heiner Gotzen versuchten darzulegen, dass von ihrer Seite alles Erdenkliche getan worden sei, um einen für alle Beteiligten vernünftigen Konsens auf den Weg zu bringen. Dieter Spalink erkannte anhand der emotionalen Diskussion ein Dialogproblem zwischen den einzelnen Parteien und verstand gleichzeitig überhaupt nicht, dass diese Debatte plötzlich wieder mit Leben gefüllt wird.

Schlussendlich stimmte der Braunkohleausschuss der Vorlage zu, wobei angemerkt wurde, dass seitens der betroffenen Bürger kein Veto gegen eine gemeinsame Umsiedlung eingelegt worden sei. Gleichzeitig stand der Beschlussentwurf zur Wahl des Umsiedlungsstandortes zur Abstimmung an. Der Bürgerbeitrat Keyenburg, Kuckum, Berverath sowie Ober- und Unterwestrich hatte Schwanenberg und Erkelenz-Nord als Suchräume empfohlen. Diesem Entwurf wurde seitens des Braunkohleausschusses zugestimmt, bevor die Wahl am 25. November vonstattengehen soll.

Ein weiterer Punkt auf der Agenda waren die geplanten Rodungen in Borschemich durch RWE Power. So wurde festgelegt, dass erst am Ende der Rückbaumaßnahme des Ortes großflächige Anlagen gerodet werden. Dadurch soll das Landschaftsbild längerfristig erhalten bleiben und nicht vorschnell in die Natur eingegriffen werden.

Daneben soll bei den Abbrucharbeiten an den Gebäuden und Außenanlangen der angelegte Aufwuchs geräumt werden. Besonders im Blickpunkt stehen dabei die Stellen, die unmittelbar mit Gebäuden und deren Erreichbarkeit in Verbindung stehen. Die Rodung erfolgt in der vorgeschriebenen Zeit in jedem Jahr vom 1. Oktober bis zum 28. Februar.
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