Heinsberg - Historische Turmspitze erhält an St. Gangolf neuen Platz

Historische Turmspitze erhält an St. Gangolf neuen Platz

Von: ej
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Neben der Pfarrkirche St. Gangolf, dort wo einst eine Zehntscheune stand, hat das restaurierte Turmkreuz von 1887 dank des Heimatvereins Heinsberger Lande einen neuen Platz gefunden. Foto: Jennes

Heinsberg. Feierliche Klänge von der Turmspitze der Pfarrkirche St. Gangolf untermalten die kleine Feier, mit der der Heimatverein Heinsberger Lande das alte, restaurierte Turmkreuz von 1887 offiziell übergab und so für ein besonderes Geschenk sorgte, für das sich Propst Günter Meis herzlich bedankte.

Helmut Coenen blickte dabei noch einmal zurück in die Geschichte. „Die Kirchengemeinde führte von 1853 bis 1880 eine große Kirchensanierung durch. Auch der Dachstuhl wurde erhöht. 1702, nach der Zerstörung des Turmes, hatte man eine stilwidrige Turmspitze aufgesetzt. In den Jahren von 1883 bis 1887 erhielt der Kirchturm eine rundum führende Steingalerie und die Helmspitze.

Hierfür fertigte der Heinsberger Schmiedemeister Heinrich Wennmacher das 700 Kilogramm schwere Kreuz, das der Heinsberger Kupferschläger Heinrich Perey mit einem Hahn schmückte. Beim Bombenangriff am 16. November 1944 wurde die Turmspitze schwer beschädigt und fiel im Februar 1946 bei einem Sturm mit dem Kreuz zu Boden.

Nach der Restaurierung durch den Heinsberger Schmiedemeister Karl Jansen wurde das Kreuz nebst Hahn im Zuge des Wiederaufbaues 1949 wieder aufgesetzt. Bei der letzten Kirchturmerneuerung wurden Kreuz und Hahn durch ein leichteres Exemplar ersetzt und das alte Kreuz in Baesweiler bei der ausführenden Dachdeckerfirma eingelagert.

Mit Hilfe von Willi Jansen von der Firma Metallbau Jansen wurde das Kreuz nicht nur nach Heinsberg zurück geholt, sondern auch restauriert. Ihm galt der Dank von Helmut Coenen auch für die gestiftete Restaurierung des Kreuzes, die Statik und die Aufstellung neben der Propsteikirche, dort, wo einst eine Zehntscheune stand.

Mit der Firma Hubert Sieberichs aus Wassenberg fand der Heimatverein einen weiteren Sponsor, der kostenlos die Arbeiten für die achteckige Turmspitze nebst Abdeckung anfertigte, auf der das alte Kreuz nebst Kirchturmhahn nun seinen Platz gefunden hat.

Coenen freute sich, neben Prost Günter Meis und Pfarrer René Mertens auch Willi Jansen und Josef Vennen, einen Zeitzeugen, zu begrüßen, der bereits 1949 bei der Aufsetzung des Kreuzes auf den Kirchturm dabei war.
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