Hermann-Josef-Krankenhaus jetzt Lehrkrankenhaus der RWTH

Von: hewi
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Zum ersten Mal absolvieren Medizinstudenten ihr „PJ” am Hermann-Josef-Krankenhaus, nachdem es zum Lehrkrankenhaus ernannt wurde. Bürgermeister Peter Jansen und die medizinische Leitung begrüßte die jungen Leute noch vor ihrem ersten Arbeitstag in Erkelenz. Foto: Koenigs

Erkelenz. Am kommenden Montag haben sie ihren ersten Arbeitstag im weißen Kittel. Denn die fünf Medizinstudenten der RWTH Aachen treten dann im Erkelenzer Hermann-Josef-Krankenhaus ihren Dienst im „PJ” an. Hinter dem Kürzel für „Praxisjahr” verbirgt sich nichts Geringeres als der Übergang von der theoretischen akademischen zur praktischen Ausbildung am lebenden Objekt im Medizinstudium.

„Die fünf angehenden Mediziner hatten sich in Aachen bei einer PJ-Messe, auf der sich alle Lehrkrankenhäuser vorstellten, für Erkelenz entschieden. Sie sind die ersten, die das Angebot in Erkelenz wahrnehmen.

Peter Jansen begrüßte die jungen Mediziner nicht nur in seiner Funktion als Bürgermeister. Denn er ist auch Vorsitzender des Kuratoriums der Hermann-Josef-Stiftung. Er hob hervor, dass man in Erkelenz auf das Krankenhaus stolz sei und wies auf die Entwicklung hin, die es allein in den letzten zehn Jahren genommen habe. „So etwas entwickelt sich nicht von alleine”, betonte er bei der Begrüßung der angehenden Ärzte. Vielmehr sei es das Ergebnis langjähriger gemeinsamer Arbeit. Die Anerkennung als Lehrkrankenhaus bedeute vorerst das Tüpfelchen auf dem „I”.

Auch der ärztliche Direktor Dr.Harry Elsbernd sprach von einer „konsequenten Entwicklung”, deren Ziel auch die Anerkennung als Lehrkrankenhaus gewesen sei. Für die praktische Ausbildung wurde ein individueller Rotationsplan entwickelt, der die Studenten in die Gastroenterologie, die Kardiologie, die Innere Ambulanz und auch in den Bereich der Intensivmedizin führt. Auch in der „kleinen Chirurgie” der Notaufnahme können wichtige Erfahrungen gesammelt werden. Darüber hinaus beinhaltet das Jahr in Erkelenz zusätzliche Kurse im Gipsen, Naht- und Knotentechnik sowie die Arbeit am OP-Tisch.

Der Chefarzt der Kardiologie, Dr. Klaus-Dieter Winter, wird einen Teil der praktischen Ausbildung aktiv betreuen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Elsbernd hat er sich sehr für die Anerkennung des Hermann-Josef-Krankenhauses als Lehrkrankenhaus eingesetzt. Die fundierte praktische Ausbildung der jungen Mediziner bezeichnete er als legitimes Anliegen, das auch den Standort Erkelenz stärke. Der Medizinstudent und angehende PJ-ler Moritz Muschabeck hatte sich bewusst gegen das Uniklinikum in Aachen und für Erkelenz entschieden. „Das praxisbezogene Ausbildungskonzept hebt sich von anderen ab”, betonte er. Praxisbezogene Kurse während der Ausbildungszeit und eigenverantwortlicher Umgang mit Patienten seien nicht die Regel. „Daher liegen die Vorteile eines kleineren Hauses klar auf der Hand.” Davon ist auch Jendrick Laufs überzeugt, der das Erkelenzer Krankenhaus im Laufe seiner Ausbildung schon kennen lernen durfte. „Auf mich hat das Hermann-Josef-Krankenhaus einen sehr guten Eindruck gemacht”, erklärte er auf Nachfrage. Einen guten Rat hat der Chefarzt Elsbernd für seine jungen Kollegen. „Respekt vor der Tätigkeit zu haben, ist wichtig. Angst hingegen lähmt nur”, hob er hervor.

Erkelenzer Krankenhaus mit sieben Fachkliniken und 367 Betten

Das Hermann-Josef-Krankenhaus vereinigt sieben Fachkliniken und verfügt über 367 Betten sowie die Ambulanz. Es hat sich zwei Jahre lang intensiv um die Anerkennung als akademisches Lehrkrankenhaus bemüht. Im Vorfeld wurde mit den Universitäten in Bonn, Köln, Düsseldorf und Aachen verhandelt. Die Wahl fiel letztendlich auf Aachen. Seit April ist die Kooperation in trockenen Tüchern. „Dem ist einige Arbeit vorausgegangen”, betont Bürgermeister Peter Jansen rückblickend.

Rund zwei Jahre dauerten die Bemühungen. „Dass es dazu gekommen ist, haben wir vor allem den engagierten Medizinern zu verdanken, die für die Kurse auch über die Arbeitszeit hinaus zur Verfügung stehen.”

Bürgermeister Jansen ist in seiner Funktion als Bürgermeister Mitglied des Kuratoriums der Hermann-Josef-Stiftung, die in Erkelenz auch das Altenheim am Schulzentrum unterhält.

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