Kreis Heinsberg - Herausforderungen für die VHS: Kurse für Flüchtlinge

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Herausforderungen für die VHS: Kurse für Flüchtlinge

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Vom verstärkten Engagement in der Flüchtlingsarbeit und damit verbundenen Herausforderungen für die Anton-Heinen-Volkshochschule berichteten die Fachbereichsleiterinnen Dr. Ulla Louis-Nouvertné und Nailya ­Khaertdinova in der Sitzung des VHS-Kuratoriums.

Vorgestellt wurden zunächst zwei Bereiche mit unterschiedlichen Zielgruppen: Deutsch­kurse im offenen Angebot für alle (teilnehmerfinanziert, mit Ermäßigung) und Integrationskurse mit 90 Prozent Sprachunterricht (finanziert durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, häufig mit Zuweisung von Jobcentern und Ausländerbehörden). Seit 2013 gebe es eine deutliche Ausweitung des offenen Kursangebotes in Zusammenarbeit mit Sozialämtern der Städte und Gemeinden sowie in Zusammenarbeit mit Gruppen von Ehrenamtlern.

Mit dem neuen Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz seien nun mehr Bewerber zu erwarten für Plätze in Integrationskursen durch Flüchtlinge mit Aufenthaltsgestattung und guter Bleibeperspektive und mehr Bedarf im offenen Kurssystem durch die Flüchtlinge, die nicht zu denen mit guter Bleibeperspektive gehören.

Berichtet wurde von einer Zunahme an Beratungen, einer Zunahme an notwendigen Kontakten zu Sozialämtern und Jobcentern, Ehrenamtlern und Netzwerken sowie einer Steigerung der Verwaltungsarbeit für die gestiegene Zahl von Integrationskursen.

Aktuell laufen sechs allgemeine Integrationskurse (mit 600 Unterrichtsstunden Deutsch sowie 60 Stunden Orientierung) sowie drei Integrationskurse mit Alphabetisierung (900 Stunden Deutsch und 60 Stunden Orientierung). Die Gesamtteilnehmerzahl liegt bei 175. Zudem gebe es aktuell etwa 40 Deutschkurse im offenen Angebot mit 500 Teilnehmern. Zusätzliche Kurse sollen bei Bedarf eingerichtet werden. In neun Einstiegskursen, die von der Agentur für Arbeit gefördert würden, seien rund 160 Flüchtlinge dabei.

Die VHS ist eingebunden in das Projekt „Early Intervention“ zur frühzeitigen Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern und in das Projekt „Fremde willkommen heißen – Integration fördern“ mit Sprachunterricht in internationalen Förderklassen der Berufskollegs. Geplant ist unter anderem auch ein Theaterstück zum Thema Mülltrennung.

Es werde mehr Förderprogramme und mehr Kurse geben. Die VHS – so lautete eine Botschaft – müsse gute Kursleiter gewinnen und halten, den deutlich erhöhten Aufwand bewältigen und mehr Räume für Kurse im Vormittagsbereich finden.

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