Heinsberger Tierheim: Die Wirtschaftskrise hinterlässt Spuren

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Kreis Heinsberg. Der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen ist es wichtig, sich vor Ort ein Bild zu machen und Gespräche mit Einrichtungen und Verbänden zu führen. Im Rahmen dieser Besuchsreihe hat eine Besichtigung des Tierheims in Kirchhoven und ein Gespräch mit dem Träger, dem Vorstand des Tierschutzvereins im Kreis Heinsberg, stattgefunden.

Silke Hohmann, Vorsitzende des Tierschutzvereins, und Geschäftsführerin Brigitte Wichmann führten die Mitglieder der Grünen Kreistagsfraktion durch die Anlage. Nur mit Hilfe der rund 60 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sei der gute Zustand aufrechtzuerhalten und noch weiter ausbaufähig, betonten sie.

Die Wirtschaftskrise, so Hohmann, habe zu mehr Abgaben von Haustieren geführt, aber auch die Zahl der Fundtiere habe enorm zugenommen. Die Vermittlung der Tiere laufe jedoch zum Glück zufriedenstellend, vor allem dank der Möglichkeit, in der WDR-Sendung „Tiere suchen ein Zuhause” und in der örtlichen Presse zu werben.

Der Tierschutzverein fürchtet aber auch in diesem Jahr wieder, so wie in jedem Frühjahr, dass eine große Zahl von jungen Kätzchen abgegeben wird. Es stelle bereits einen großen Arbeits- und Kostenaufwand dar, die verwilderten Katzen und Fundtiere kastrieren zu lassen, allein im letzten Jahr über 600, so Wichmann. Die Tierschützerinnen finden es daher enorm wichtig, immer wieder an die Verantwortung der Katzenbesitzer zu appellieren, ihre Katzen kastrieren zu lassen.

„Für die Haustierhalter sollte es selbstverständlich sein, dafür zu sorgen, dass die Tiere sich nicht unkontrolliert vermehren”, schloss sich Maria Meurer, die Vorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, den Tierschützerinnen an.

Der Tierschutzverein bescheinigt fast allen Kommunen eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen Ordnungsämtern und dem Tierheim. Bei zwei Kommunen gebe es allerdings noch einige Probleme. Insbesondere sei nicht ganz klar, wie die Fundtiere dort untergebracht würden und wie die Besitzer ihre Haustiere wiederfinden könnten, beklagt Silke Hohmann. Sie wünschte sich eine bessere Kommunikation mit den Kommunen, damit sie Herrchen und Frauchen bei Nachfragen auch über den Verbleib der Tiere Auskunft geben könne.

Maria Meurer versprach, sich mit den beiden Kommunen in Verbindung zu setzen. Meurer: „Einerseits möchten wir wissen, wo und wie die Fundtiere untergebracht sind. Anderseits muss es für die Besitzer möglich sein, ihre Tiere wiederzufinden.”
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