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Heinsberger Schweinetag bietet Züchtern ein Forum

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
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Rudolf Hilgers, Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Schweineproduktion für den Kreis Heinsberg (links), Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger (3.v.l.) und Kreislandwirt Hans Gerd Jöris (rechts) mit den Referenten des Schweinetages 2013. Es fehlt Dr. Peter Schimitzek.

Kreis Heinsberg. Die Mitglieder des Vereins zur Förderung der Schweineproduktion für den Kreis Heinsberg haben sich Mittwochmorgen in der Festhalle Oberbruch getroffen. Gut besucht waren im Anschluss auch in diesem Jahr der sogenannte Heinsberger Schweinetag und das Forum, bei dem acht Referenten aktuelle Themen der Schweinezucht beleuchteten.

Als Gäste konnte Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger dazu unter anderem Kreislandwirt Hans Gerd Jöris und Bernhard Conzen, Vizepräsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes und Vorsitzender der Kreisbauernschaft Heinsberg, begrüßen.

Während die Zahl der Schweine in den Betrieben weiter ganz leicht gestiegen ist, geht die Zahl der Betriebe weiter zurück, wie Kreistierzuchtberater Franz-Josef Jaeger während der Versammlung in seinem Geschäftsbericht erläuterte. Im Kreis Heinsberg wurden am Stichtag 30. September 2013 insgesamt 39.630 Schweine in 90 Betrieben gehalten im Vergleich zu 39.613 Tieren in 116 Betrieben ein Jahr zuvor. Das ist für die Zahl der Betriebe ein Rückgang um mehr als 20 Prozent. Unter diesen Tieren werden 3507 (3371) als Zuchtschweine in 39 (39) Zuchtbetrieben gehalten. 38 Betriebe sind Mitglied im Verein und repräsentieren 88 Prozent der Sauen, die im Kreis gehalten werden.

Jaeger hielt Rückschau auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres und ging dabei noch einmal auf die aus der Fusion der Rheinischen Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel und der Erzeugergemeinschaft Rheinland entstandenen Schweinevermarktung Rheinland ein. Er appellierte an die Vereinsmitglieder, die Rundschreiben der Schweinevermarktung sorgfältig zu lesen und zu beachten, „denn nur wenn Landwirte und Organisationen versuchen, beste Qualitätsferkel zu produzieren, kann auf lange Sicht die Existenz der Betriebe gesichert werden.“

Neue Anforderungen

Zurzeit kämen aus der Politik auf Schweinehalter und alle mit der Produktion Beschäftigten immer wieder neue Anforderungen zu. „Tierwohl als großes Schlagwort“, nannte es Jaeger. „Hoffentlich bekommen die Verantwortlichen mit, dass es immer schwerer für die Tierhalter wird, die Bedingungen zu erfüllen.“

Allerdings könne auch die Erzeugergemeinschaft Marktgesetze nicht umkehren. „Der Schweinezyklus wird uns auch zukünftig erhalten bleiben.“ Er hoffe, dass die neuen Auflagen, höhere Futterkosten und viele weitere Neuerungen die Schweinehalter nicht zu hoch belasten würden. „Ich hoffe, dass die Situation sich auf dem Schweinesektor für Ferkelerzeuger und Mäster möglichst schnell bessert und das Preisgefüge auf Dauer stimmt, damit sich der Arbeitsaufwand und das Unternehmerrisiko für die sicherlich schwere Zukunft lohnen – und die Existenzgrundlage gesichert werden kann“, erklärte der Kreistierzuchtberater zum Abschluss. Wichtig sei in diesem Zusammenhang auch, die Bevölkerung zu informieren und zu überzeugen, dass der Tierhalter eine gute und tiergerechte Arbeit leiste.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurden Vorsitzender Rudolf Hilgers, sein Stellvertreter Fred Gossen und Vorstandmitglied Achim Röhlen einstimmig wiedergewählt.

Insgesamt acht Referenten konnte Vereinsvorsitzender Rudolf Hilgers danach beim Schweinetag begrüßen. „Afrikanische Schweinepest vor den Toren der EU“ hatte Dr. Günther Keil vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit seinen Vortrag überschrieben.

Die „Wasseraufnahme von Schweinen in Abhängigkeit von Tränketemperatur“ beleuchtete Maria Hocks von der Schweinevermarktung Rheinland. Mit dem „Medienkrieg in der Landwirtschaft“ sowie den damit verbundenen Strategien und Gegenstrategien beschäftigte sich der Agrarstatistiker Georg Keckel.

Neue erfolgreiche Wege in der Schlachtschweine-Klassifizierung mit dem sogenannten CSB-Image-Meater stellte Dr. Peter Schimitzek, Vorstandsvorsitzender der CSB-System AG, vor. Auf das Thema Influenza und die wachsende Bedeutung sogenannter pandemischer Viren ging Dr. Monika Köchlin von der IDT Biologika GmbH ein. „Neue Wege in der Prophylaxe der Ödemkrankheit“ war das Thema ihrer Kollegin Dr. Sonja Hillen. „Jungunternehmer auf Expansionskurs“ sprach Andreas Kox an, bevor sich Johannes Hilgers vom Rheinischen Erzeugerring für Mastschweine abschließend der optimalen Säugedauer für Sau und Ferkel widmete.

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