Heinsberg - Heinsberger bestimmen ihre Religion selbst

Heinsberger bestimmen ihre Religion selbst

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Heimatforscher Willi Frenken nahm seine Zuhörer mit auf eine Reise durch vier Jahrhunderte Evangelischer Kirchengemeinde in Heinsberg.

Heinsberg. „400 Jahre Evangelische Kirchengemeinde Heinsberg - Vom Werden und Wachsen einer Gemeinde unter dem Kreuz” lautet der Titel des Buches, das Willi Frenken, Heinsberger Heimatforscher und Mitarbeiter unserer Zeitung, anlässlich der im November 2008 begonnenen Jubiläumsfeierlichkeiten geschrieben hat.

Im Rahmen einer Präsentation in der Christuskirche stellte Pfarrer Sebastian Walde es gemeinsam mit dem Autor der Öffentlichkeit vor.

Frenken habe mit seinem Werk nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die Kommune Heinsberg viel mehr als ein Stück Geschichte zu Papier gebracht, betonte Walde in seiner Begrüßung. „Und ich bin stolz darauf, dass ein katholischer Heimatforscher evangelische Geschichte geschrieben hat.”

Schon bei einer ihrer ersten Begegnungen habe der Pfarrer ihm eröffnet, zum 400-jährigen Bestehen der Gemeinde eine Chronik der Kirchengemeinde veröffentlichen zu wollen, berichtete Frenken. „Dabei habe ich an Sie gedacht”, habe ihm Walde dann mit einem süffisanten Lächeln auf die Frage geantwortet, wer diese denn schreiben würde. „Wenn man auf diese charmante, nette Art angesprochen wird, bleibt einem kaum eine andere Wahl als zuzustimmen.” So unterbrach der 84-Jährige seine Arbeit an der Heinsberger Stadtchronik und widmete sich für eineinhalb Jahre diesem neuen Werk.

In seinem Vortrag ging er auf die Vorgeschichte und die Gründung der Gemeinde im Jahre 1608 ein. Die Heinsberger Gemeinde sei nicht aus dem damals geltenden Prinzip „cuius regio, eius religio” entstanden, bei dem der Landesherr die Religion seiner Untertanen bestimmt. „Ihr Ursprung lag vielmehr in angesehenen und begüterten Heinsberger Bürgerfamilien, deren Söhne in Herborn, einer Hochburg des Protestantismus, studierten”, wusste er zu berichten.
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