Heinsberger Apotheken bieten Tipps für die Reise

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Mit der Reiseapotheke für den Notfall gut gewappnet. Foto: ABDA

Kreis Heinsberg. Ob Nah- oder Fernreise: Eine gut sortierte Reiseapotheke ist unverzichtbar. Je nach Reiseziel fällt die Zusammenstellung der geeigneten Arzneimittel allerdings unterschiedlich aus. Die Apotheken im Kreis Heinsberg bieten Kunden und Patienten dazu eine individuelle Beratung zur Reisegesundheit an. Dazu gehören auch praktische Tipps für die optimale Reisevorbereitung.

„Wer chronisch krank ist und Medikamente dauerhaft einnehmen muss, sollte den Bestand der für die Urlaubszeit benötigten ­Medika- ­­mente überprüfen. Bei nicht ­ausreichender Anzahl ist es ­em­p­fehlenswert, sich die Medikamente dann vor der Abreise nochmal verschreiben zu lassen, damit es nicht zu Engpässen kommt“, rät Hans Kühle, Pressesprecher der Apotheker im Kreis Heinsberg.

Denn es gebe im Ausland nicht immer vergleichbare Präparate. Bei lebenswichtigen Arzneimitteln sei es sinnvoll, sich doppelt abzusichern. Der Arzt könne für diese Medikamente ein Ersatzrezept ausstellen, damit bei Verlust oder im Notfall das entsprechende Medikament auch in einer Apotheke im Urlaubsland erhältlich sei.

Bei Fernreisen wird es als ratsam bezeichnet, mit dem Apotheker vor der Abreise zu besprechen, welchen Einfluss eine Zeitverschiebung auf die Arzneimitteleinnahme und die entsprechende Wirksamkeit habe. „So lässt sich vermeiden, dass es zu Unregelmäßigkeiten bei der Einnahme und zu unerwünschten Reaktionen kommt“, erklärt Hans Kühle.

Strandurlauber sollten bei der Einnahme von bestimmten Antibiotika und Rheumamitteln besonders vorsichtig sein. Diese könnten im Zusammenspiel mit Sonnenlicht gefährliche Nebenwirkungen hervorrufen. „Wer solche Medikamente einnimmt, sollte die Sonne weitgehend meiden“, warnt Hans Kühle. Sonnenschutzmittel seien in ihrer Wirkung viel zu schwach, um lichtbedingte Reaktionen sicher zu verhindern. Gebe der Beipackzettel keine Auskunft, wisse der Apotheker, ob ein Sonnenbad trotz der eingenommenen Arznei unbedenklich sei.

Bei Reisen in heiße Regionen sind laut Apotheker manche Darreichungsformen wie Kapseln oder Zäpfchen nicht geeignet, da die hohe Hitze und die Luftfeuchtigkeit die Wirksamkeit der Medikamente beeinflussen könnten. Bei Autofahrten gehörten Medikamente grundsätzlich in die Kühltasche. Im Hotelzimmer sei der Kühlschrank der ideale Aufbewahrungsort.

Hans Kühle: „Das Reiseziel und der Grad der Aktivität spielen ­außerdem eine große Rolle für den richtigen Inhalt der Reiseapotheke. Wer eine Trekking-Tour durch Asien unternimmt, muss andere Medikamente einpacken, als derjenige, der all-inclusive zum Baden an den Mittelmeerstrand fliegt. Eine individuelle Beratung für die optimale Zusammenstellung der Reiseapotheke und zur Reisegesundheit ist deswegen das A und O für eine gelungene Reise – auch gerade bei den Arzneimitteln.“

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