Kreis Heinsberg - Heimatministerin Ina Scharrenbach spricht bei Kreisverband der Frauen-Union

Heimatministerin Ina Scharrenbach spricht bei Kreisverband der Frauen-Union

Von: Anna Petra Thomas
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Im Beisein von Bürgermeister Bernhard Tholen (links) trug sich Ina Scharrenbach ins Goldene Buch der Gemeinde Gangelt ein. Mit dabei FU-Kreisvorsitzende Karin Mainka (2.v.l.) und Waldfeuchts Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen (rechts). Foto: Anna Petra Thomas
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Mit einem Korb voller Leckereien bedankte sich die FU-Kreis-Vorsitzende Karin Mainka (links) bei NRW-Ministerin Ina Scharrenbach für ihren Besuch. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. „Land und Stadt sind gleich wichtig!“ Applaus erntete Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, für klare Worte wie diese bei einer Veranstaltung des Kreisverbands der CDU-Frauen-Union in Gangelt. Vor rund 60 Gästen im Mercator-Hotel referierte sie nicht, sondern hörte sich an, was die Lokalpolitiker und Bürger ihr sagten und sie fragten.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Karin Mainka, die Scharrenbach auch in ihrer Funktion als Landesvorsitzende der Frauen-Union zu ihrem ersten Besuch im Kreis Heinsberg willkommen hieß, wollten die Gäste zunächst unter anderem von ihr wissen, wie ihr Ministerium in diesem neuen Zuschnitt mit vier Aufgaben funktioniert. Gerade werde noch der Umzug aus bisher drei verschiedenen Häusern in ein Ministerium abgeschlossen, schickte Scharrenbach voraus.

Was den Bereich Kommunales angehe, solle eine Transparenzkommission gebildet werden, die sich die Standards anschaue mit dem Ziel des Bürokratieabbaus. Im „Baustrang“ sei sie obere Bauaufsicht, zudem etwa zuständig für die Städtebauförderung und den sozialen Wohnungsbau. Beim Thema Gleichstellung gehe es um die berufliche Potenzialentwicklung ebenso wie um von Gewalt betroffene Frauen und Männer. „Über all diesen Bereichen ist Heimat die Brücke“, erklärte sie.

„Wir wollen den Leuten das Leben nicht schwerer machen, sondern leichter. Das ist mein Ansatz.“ Heimat müsse vor Ort gestaltet werden können. Wenn es nicht gelinge, Traditionen zu bewahren und weiterzugeben, werde Heimat schnell uniform und austauschbar.

Die Kommunen sähen sich derzeit gezwungen, ihre Bürger mit hoher Gewerbe- und Grundsteuer zu belasten, weil ihnen in der Vergangenheit unsägliche Aufgaben übertragen worden seien, freute sich Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch auf bessere Zeiten. Von 2018 an sei die Dorfentwicklung ebenfalls in ihrem Hause angesiedelt, antwortete Scharrenbach auf die Anmerkung von Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, dass derzeit noch das Umweltministerium der Ansprechpartner sei. Und sie machte auch klar, dass künftig wieder eine Entwicklung von Orten mit einer Einwohnerzahl unter 2000 möglich sein müsse.

Durch diese Landesentwicklungsplanung der Vorgängerregierung hätten sich Teile der Bevölkerung nicht mehr wertgeschätzt gefühlt. „Aber Sie tragen ungeheuer viel dazu bei, dass NRW so ist, wie es ist!“, lautete ihre klare Aussage. Das Land könne jedoch nur den Rahmen schaffen. „Wir brauchen vor Ort ein Klima für den Neubau“, ergänzte sie.

„Wir sind sehr klar fokussiert, dass wir das nicht wollen“, erklärte die Ministerin nach einem Hinweis auf die Problematik der belgischen Kernkraftwerke Tihange und Doel.

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