Gangelt - Heimatforscher wird 80 Jahre

Heimatforscher wird 80 Jahre

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Gangelt. „Die Heimat und ihre Geschichte, das war immer mein Ding!” Die Heimat, das ist Gangelt; die Geschichte hat er erforscht und in Teilen mitgeschrieben.

Heinrich Nelißen wurde am Freitag 80 Jahre alt und kann herrlich in seinem Schatz aus Erinnerungen kramen.

Es waren natürlich auch zwei Eckpfeiler, an denen er sich schon als Jugendlicher orientierte. Zum einen der unvergessene Heimatdichter Peter Staas, der nicht nur als Zahnarzt seine Spuren rund um Gangelt hinterlassen hat.

Der andere ist Dr. Wilhelm Piepers, ebenfalls ein Heimatkundler, der als gebürtiger Gangelter lange Jahre am Landesmuseum in Bonn gearbeitet hat. „Peter Staas hat mir im Lager Vugth einen Zahn gezogen”, erinnert sich Heinrich Nelißen an die Zeit der Evakuierung.

Aber auch später ließ der keine Gelegenheit aus, dem jungen Heinrich die Geschichte einzuimpfen. Der Heimat- und Mundartkreis, 1991 mit Dr. Martin Achten ins Leben gerufen, ist eines seiner Steckenpferde. Wenn er davon erzählt, holt er den blauen Ringordner raus. An seiner akribischen Ordnung erkennt man, dass er viele Jahre Beamter beim Bauamt des Kreises war. Im Mundartkreis stellt man sich ein historisches Thema, und dann wird darüber geredet und diskutiert, in Gangelter Platt natürlich. Um den Fortbestand dieser immer kleiner werdenden Gruppe hat er aber Sorgen. „Meine Zeit läuft langsam ab, wir brauchen Jüngere”, schaut Heinrich Nelißen etwas ratlos in die Zukunft. „Die Jüngeren fehlen uns”.

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